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21.04.15, 10:00

Europa-Check: Griechenland und EZB irritieren Aktieninvestoren

Die Signale, die Griechenlands Gläubiger und einige Entscheidungsträger der Eurozone vergangene Woche aussandten, waren ziemlich eindeutig. Sollte die griechische Regierung nicht einlenken, könnte der von vielen gefürchtete "Grexit" schon bald Realität werden.

Europa-Check: Griechenland und EZB irritieren Aktieninvestoren

Die Signale, die Griechenlands Gläubiger und einige Entscheidungsträger der Eurozone vergangene Woche aussandten, waren ziemlich eindeutig. Sollte die griechische Regierung nicht einlenken, könnte der von vielen gefürchtete "Grexit" schon bald Realität werden. Es scheint logisch und einfach, sich auf die Seite der Geldgeberländer zu schlagen und die Athener Führungsriege zu kritisieren. Doch letztendlich muss man auch eingestehen, dass der hellenische Finanzminister Yanis Varoufakis nicht ganz Unrecht hat, wenn er die Unterschrift unter ein Papier verweigert, von dem er genau weiß, dass es Bedingungen enthält, die sein Land nicht erfüllen kann. Daher verlangt er eine neue Vereinbarung. Ihm geht es, wie er betont, nicht darum, auf die Schnelle "7 Milliarden [Euro] einzusammeln". Ihm geht es vielmehr um die Schaffung langfristiger Perspektiven, sprich: mehr Wachstum und Wohlstand. Immerhin hat es Griechenland im ersten Quartal dieses Jahres geschafft, die von den internationalen Gläubigern gesetzten Haushaltsziele zu übertreffen. Ob dies allein aber ausreichen wird, die Verhandlungspartner auf die Seite Varoufakis' zu ziehen, darf bezweifelt werden.

Es ist nicht unbedingt die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen eines "Grexits", die Marktteilnehmer derzeit mit Unbehagen erfüllt. Hierfür haben die Finanzminister der Eurozone mit dem Rettungsfonds ESM bereits Vorsorge getroffen. Es sind vielmehr mögliche politische Konsequenzen, die einigen Akteuren Sorgen bereiten. Die jüngsten Straßenschlachten, die sich radikale Demonstranten in Athen mit der Polizei geliefert haben, trugen sicher nicht dazu bei, die Gemüter zu beruhigen.

Aufgeschreckt haben vergangene Woche auch zwei Meldungen aus der Europäischen Zentralbank. Zum einen, als die EZB-Pressekonferenz durch eine außerplanmäßige Tanzeinlage einer jungen Dame, die aufs Podium stieg und Konfetti auf den Vorsitzenden Mario Draghi regnen ließ, unterbrochen wurde und damit den gesamten Sicherheitsdienst brüskierte. Zum anderen durch EZB-Chefvolkswirt Peter Praet, der nur wenige Wochen nach dem Start des langfristig angelegten Anleihekaufprogramms plötzlich den Begriff "tapering", also die Rückführung expansiver geldpolitischer Maßnahmen, erwähnte, was derzeit völlig unangebracht erscheint.

Das Aufwärtspotenzial, das wir für den Euro-Leitindex jüngst auf 3.839 Zähler erweiterten, wurde Anfang vergangener Woche bis auf drei Punkte ausgeschöpft. Dieser Widerstand stellt nach wie vor eine beträchtliche Hürde dar. Zudem wartet zuvor noch reichlich Angebot bei 3.752/57. Angesichts der Größe der Korrektur, die kurze Zeit später einsetzte, ist nicht mit einer direkten Wiederaufnahme der Hausse zu rechnen. Stattdessen erwarten wir nun Korrekturen bis auf 3.575/80, darunter sogar bis 3.499.

Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit.



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