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02.04.15, 11:30

Markt-Check: US-Notenbank macht Weg für höhere Zinsen frei

Am 9. März hat die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrem breitangelegten Ankauf von Staatsanleihen begonnen. Damit soll die Konjunktur stärker in Schwung gebracht sowie die aus Sicht der EZB zu geringe Teuerungsrate erhöht werden.

Markt-Check: US-Notenbank macht Weg für höhere Zinsen frei

rückBlick: EZB beginnt mit Kaufprogramm
Am 9. März hat die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrem breitangelegten Ankauf von Staatsanleihen begonnen. Damit soll die Konjunktur stärker in Schwung gebracht sowie die aus Sicht der EZB zu geringe Teuerungsrate erhöht werden. Ob die gewünschten Effekte sich einstellen, wird sich erst zeigen müssen. An den Finanzmärkten sind die Auswirkungen der verstärkten Geldschwemme bereits zu spüren. Bei Anleihen setzte sich die Kursrally fort, was die Renditen weiter drückte. Selbst die Renditen von Euro-Sorgenkindern wie Spanien oder Portugal markierten im März neue Rekordtiefs. Auch die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen setzte ihre Talfahrt mit neuen Rekordtiefs fort. Sie nähert sich damit weiterhin der Marke von 0 % an. Aus Renditegesichtspunkten sind neue Engagements in Staatsanleihen daher unattraktiv. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals ist einfach zu gering. Daher rücken Aktien und die damit verbundene Chance auf regelmäßige Dividendenzahlungen immer stärker in den Anlegerfokus. Die Gewinnausschüttungen der Unternehmen, ein wichtiger Baustein bei der Aktienanlage, gelten zunehmend als "neuer Zins".

"Kaufpanik" am Aktienmarkt
Ohnehin stehen die Firmenpapiere in der Gunst der Investoren derzeit hoch im Kurs. Auch hier sorgt die Geldflut der Notenbanken für steigende Notierungen. In diesem Jahr glänzen dabei vor allem die europäischen Aktienmärkte. Angesichts der Hausse bei einigen Indizes kann man schon fast von einer "Kaufpanik" sprechen. So jagt der DAX® von einem Rekord zum nächsten. Nachdem er Mitte Februar die Marke von 11.000 Punkten geknackt hatte, erreichte er einen Monat später mit 12.000 Zählern bereits einen weiteren Meilenstein. Im "Hausse-Modus" befindet sich auch der EURO STOXX 50®, der ein Mehrjahreshoch erreicht hat, von seinen historischen Höchstständen allerdings noch etwas entfernt ist.

Euro unter Druck
Auffällig in den vergangenen Wochen ist die deutliche Outperformance europäischer Aktien gegenüber den US-amerikanischen. Dabei dürfte auch die anhaltende und an Dynamik zunehmende Abwertung des Euro zum US-Dollar eine maßgebliche Rolle spielen. Im März war der Wechselkurs unter die Marke von 1,05 US-Dollar gefallen. Er bewegte sich damit weiterhin in Richtung Parität, die zuletzt im Dezember 2002 erreicht wurde. Aber auch zu anderen Währungen schwächelt der Euro, wie die nebenstehende Grafik verdeutlicht. Diese Entwicklung dürfte auch auf die lockere Geldpolitik sowie die Unsicherheiten aufgrund des griechischen Schuldendramas zurückzuführen sein. Unterdessen scheint die Konjunktur in der Eurozone Fahrt aufzunehmen. Im März hatte sich die Stimmung in den Unternehmen den vierten Monat hintereinander aufgehellt. Mit 54,1 Punkten lag der Einkaufsmanagerindex deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Zudem erreichte er den höchsten Wert seit fast vier Jahren. Lichtblicke gibt es auch vom europäischen Arbeitsmarkt. In der EU ist die Arbeitslosenquote weiterhin rückläufig, im Januar war sie mit 9,8 % so niedrig wie seit September 2011 nicht mehr. Von einer Trendwende auszugehen dürfte allerdings noch verfrüht sein. Auch die EZB sprach eher von einer zyklischen, aber nicht von einer strukturellen Erholung.

ausBlick: Fed steuert auf Zinswende zu
Seitens der US-Konjunkturdaten gab es zuletzt einige, die die Aussichten für die US-Wirtschaft etwas trübten. Dazu gehörten die Einzelhandelsumsätze und die Auftragseingänge. Positive Signale gab es indes einmal mehr vom US-Arbeitsmarkt. Dessen Entwicklung ist zwar ein der konjunkturellen Entwicklung nachlaufender Indikator. Die Februardaten unterfütterten dennoch die Annahme, dass die US-Notenbank (Fed) im Juni eine erste Anhebung der Leitzinsen vornehmen könnte, eine Zinserhöhung im April ist jedoch unwahrscheinlich. Außerdem wurde die Fed-Chefin Janet Yellen nicht müde zu betonen, dass das Tempo der Zinserhöhungen von den Wirtschaftsdaten abhänge.

China nennt Wachstumsziel
Bezüglich der Weltwirtschaft rückte zuletzt auch China wieder in den Fokus. Das Land hatte sein Wachstumsziel für 2015 genannt. Mit rund 7 % fällt es abermals geringer aus als im Vorjahr. Darin spiegeln sich die generellen konjunkturellen Unwägbarkeiten ebenso wider, wie die anhaltenden Bemühungen das chinesische Geschäftsmodell neu auszurichten. Mit seinen strukturellen Reformen will China die Wirtschaft modernisieren, was laut Führung mit Schmerzen verbunden sein könnte. Die Regierung betonte jedoch, eine harte Landung durch Konjunkturhilfen vermeiden zu wollen.

Gestiegene Konjunkturzuversicht in der Eurozone
Die Wirtschaft im Euroraum könnte 2015 Fahrt aufnehmen. Stützende Impulse dürften vom tieferen Ölpreis sowie der Abwertung des Euro kommen, deren Schwäche vermutlich noch etwas anhalten wird. Zusätzlicher Schub wird durch die lockere Geldpolitik erwartet. Die gestiegene Konjunkturzuversicht spiegelt sich auch in den Prognosen der EZB wider. Sie hatte zuletzt ihre Erwartungen für die Jahre 2015 bis 2017 deutlich erhöht. Für europäische Aktien scheint das Umfeld daher weiterhin günstig. Gleichwohl sind vielerorts die Kurse seit Jahresbeginn bereits sehr kräftig gestiegen, weshalb Kursrücksetzer mit einkalkuliert werden sollten.

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