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13.03.15, 09:45

Markt-Check: Aktienmärkte trotzen Krisen

Die europäischen Aktienmärkte ließen sich im bisherigen Jahresverlauf trotz politischer Unsicherheiten nicht aus der Ruhe bringen.

Markt-Check: Aktienmärkte trotzen Krisen

rückBlick: Schuldenstreit zunächst beendet
Die europäischen Aktienmärkte ließen sich im bisherigen Jahresverlauf trotz politischer Unsicherheiten nicht aus der Ruhe bringen. Ein viel diskutiertes Thema war der Streit zwischen Griechenland und seinen Geldgebern über die weitere Vorgehensweise, die desolate finanzielle Lage des Landes nachhaltig in den Griff zu bekommen. Angesichts des Konfrontationskurses der neuen Regierung in Athen drohte eine Eskalation. In letzter Minute verständigte sich Griechenland mit der Eurogruppe auf die Bedingungen für weitere Finanzhilfen. Dazu legte das Land die geforderten Spar- und Reformvorschläge vor, zu denen unter anderem der Kampf gegen Steuerhinterziehung und Korruption gehören.

Hilfsprogramm für Griechenland verlängert
Die Reformliste wurde von den Geldgebern schließlich akzeptiert. Damit wurde der Weg frei, das eigentlich Ende Februar auslaufende Hilfsprogramm von EU-Kommission, EZB und IWF um weitere vier Monate zu verlängern. Die griechische Schuldenmisere und damit auch die Eurokrise werden aber im Jahresverlauf vermutlich weiterhin für Gesprächsstoff sorgen. Gleiches gilt für den Ukraine-Konflikt. Er hat trotz des Minsker Gipfels im Februar kaum an Brisanz verloren und harrt weiterhin einer nachhaltigen Lösung.

Aktienmärkte setzen Rally fort
Weder von Griechenland noch von der Ukraine ließen sich die europäischen Aktienmärkte jedoch nachhaltig in ihren Aufwärtsambitionen bremsen. Getragen wurde der Aufschwung u.a. von den Unternehmensergebnissen. Die 2014 erzielten Zuwächse bei Umsatz und Gewinn fielen im Durchschnitt zwar nicht berauschend aus, können jedoch als solide bezeichnet werden. Damit lassen sich die inzwischen erreichten Kursniveaus zumindest teilweise rechtfertigen. Daneben dürfte auch die extrem lockere Geldpolitik der EZB weiterhin die Kauflaune in Europa gestützt haben. Ab dem 09. März will die Zentralbank nun mit dem Ankauf von Staatsanleihen am Sekundärmarkt beginnen. Allerdings ist das Angebot gering. Für viele Anleger werden qualitativ hochwertige Staatsanleihen wegen der geringen Renditen inzwischen in erster Linie als Wertaufbewahrungsmittel angesehen und weniger als renditebringende Anlageform.

ausBlick: Europa vor dem Comeback
Für den renditesuchenden Investor bleiben daher Aktieninvestments häufig der einzige Ausweg. Allerdings sollten zukünftig deutlichere Schwankungen einkalkuliert werden. Die zuletzt kontinuierlich positive Entwicklung macht eine Konsolidierungsphase wahrscheinlicher. Inzwischen hat der EURO STOXX 50® ein Niveau erreicht wie seit Juni 2008 nicht mehr. Dabei scheint wohl auch das Vertrauen einflussreicher Investoren in Europa zuzunehmen, sodass vermehrt Kapital in die Märkte des alten Kontinents fließt. So sorgten zuletzt so prominente Namen wie Warren Buffett, George Soros oder Robert Shiller mit ihren Ankündigungen für Aufsehen, wieder stärker in Europa zu investieren. Dafür spricht auch die 2015 bis dato auszumachende Outperformance von EURO STOXX 50® und DAX® gegenüber den US-Indizes. Die positivere Entwicklung fußt dabei neben der lockeren Geldpolitik womöglich auch auf den konjunkturellen Perspektiven. Europas Wirtschaft wächst zwar nach wie vor nur moderat, hat im Schlussquartal 2014 jedoch wieder etwas mehr an Fahrt aufgenommen. Die Entwicklung in den einzelnen Ländern war jedoch sehr heterogen. In Finnland und Griechenland schrumpfte die Wirtschaft. Italien verbuchte eine Stagnation, während Frankreich nur minimal zulegte. Wesentlich mehr Dynamik zeigten Spanien, Portugal, die Niederlande und allen voran Deutschland, das sich wieder als Konjunkturlokomotive erwies.

Robustes Wachstum in Deutschland
Die hiesige Wirtschaft hatte einen Gang höher geschaltet und konnte damit die im Sommer zu verzeichnende Schwäche schneller als erwartet überwinden. Das wiederum führte im Gesamtjahr zu einem robusten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,6 Prozent. 2015 könnte sich die robuste Entwicklung fortsetzen. Zuversichtlich nach vorn blickt beispielsweise die Deutsche Bundesbank. Es sei bemerkenswert, wie schnell und wie stark das Wirtschaftswachstum Ende 2014 angezogen habe, hieß es im Monatsbericht Februar. Sie geht zudem davon aus, dass die deutsche Wirtschaft auch nach dem Jahreswechsel vom konjunkturellen Aufwind profitieren wird.

Märkte bleiben Spielball der Geldpolitik
In den nächsten Wochen dürften die Finanzmärkte weiterhin Spielball der Notenbankpolitik diesseits und jenseits des Atlantiks sein. Spannend bleibt es vor allem mit Blick auf die USA. Dort wurden in dem Protokoll der Notenbanksitzung im Januar Hinweise auf eine möglicherweise spätere Zinserhöhung ausgemacht. Fed-Chefin Janet Yellen hält sich jedoch weiterhin mit klaren Aussagen zurück. Angesichts der wachsenden Risiken aus dem Ausland für die US-Wirtschaft sowie der aus Sicht der Notenbank zu niedrigen Inflation in den USA bewahrt sie sich damit die größtmögliche geldpolitische Flexibilität. Somit ist nach wie vor unklar, wann die Zinswende eingeläutet wird. Die US-Konjunkturdaten dürften daher weiterhin auf diesbezügliche Hinweise abgeklopft werden.

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