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DAX-Check: Freudloser Rekord "Stell Dir vor, der DAX geht über 11.000, und keiner macht mit." So ließe sich am besten die Stimmung der meisten Börsianer beschreiben, die derzeit alles andere als euphorisch wirken. Auch die jüngste Studie des Deutschen Aktieninstituts (DAI) kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. So soll die vielbeschworene Aktienkultur im Jahr 2014 erneut einen Rückschlag erlitten haben. Denn die Aktienquote beim Geldvermögen der Deutschen liegt aktuell gerade einmal bei gut sieben Prozent, sofern man börsennotierte Aktien als auch Aktienfonds zusammenrechnet. Und waren es im Jahr 2013 noch 13,8 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahre, die sich Aktionäre oder Besitzer von Aktienfonds nennen konnten, ist diese Zahl im vergangenen Jahr auf 13,1 Prozent, mithin um etwa 500.000 Anleger gesunken. Allerdings relativiert sich diese Zahl, wenn man bedenkt, dass für dieses Minus ein drastischer Rückgang von rund einem Drittel der Belegschaftsaktionäre in Deutschland (das entspricht rund 420.000 Anlegern) verantwortlich ist. Diese Aktien werden zu Vorzugskursen an Mitarbeiter eines Unternehmens ausgegeben, doch scheint dieses Instrument der Beteiligung vordergründig an Attraktivität verloren zu haben. Dabei hat sicherlich die fünfjährige Sperrfrist, innerhalb derer Belegschaftsaktien normalerweise nicht veräußert werden dürfen, eine wichtige Rolle gespielt. Abgesehen von dieser langfristigen Bindung des Anlageerfolgs an Wohl und Wehe eines Unternehmens, dürfte es im Jahr 2014 für den Motivationsverlust der Aktionäre noch einen triftigeren Grund gegeben haben. Man muss sich nur einmal die Kursentwicklung des DAX in den fünf bis sechs davorliegenden Jahren anschauen, und schon wird deutlich, dass mehr als banales Desinteresse an dieser Anlageform für den massiven Rückgang bei Belegschaftsaktionären verantwortlich gewesen sein dürfte. So gab es während dieses Zeitraums zum Teil beträchtliche Kursgewinne (DAX-Durchschnitt 2008: ca. 6.200, 2009: etwa 5.000 Zähler), die das eingesetzte Kapital oft um ein Mehrfaches vergrößert haben müssen und die nun endlich realisiert werden konnten. Umso schwieriger gestaltet sich momentan der Einstieg für diejenigen, die sich angesichts der ungünstigen Zinsentwicklung bei konservativen Anlageformen wie Sparbuch oder Festgeld erst jetzt, am Allzeithoch, mit dem Gedanken tragen, zumindest einen Teil ihres Vermögens im Aktienmarkt anzulegen. Nichtsdestotrotz hat der DAX unbeirrt seinen Aufwärtstrend fortgesetzt, dessen Potenzial wir bis 11.145, darüber sogar bis 11.350 sehen. In diesem Zusammenhang gestatten wir Korrekturen, die jedoch das Niveau von 10.590/610 nicht mehr unterschreiten dürfen, um den Fortbestand der derzeit positiven Kursentwicklung zu gewährleisten. Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit. |
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