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13.02.15, 10:15

Markt-Check: Lockere Geldpolitik treibt europäische Aktienmärkte

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzt ihren Kurs weiterer unkonventioneller geldpolitischer Lockerungsmaßnahmen fort. Seit Oktober 2014 erwirbt sie am Sekundärmarkt bereits ABS-Papiere (Asset Backed Securities) und Covered Bonds (gedeckte Schuldverschreibungen).

Markt-Check: Lockere Geldpolitik treibt europäische Aktienmärkte

rückBlick: EZB kauft Staatsanleihen
Die Europäische Zentralbank (EZB) setzt ihren Kurs weiterer unkonventioneller geldpolitischer Lockerungsmaßnahmen fort. Seit Oktober 2014 erwirbt sie am Sekundärmarkt bereits ABS-Papiere (Asset Backed Securities) und Covered Bonds (gedeckte Schuldverschreibungen). Ab März kommen Anleihen hinzu, die von Einzelstaaten, Emittenten mit Förderauftrag und europäischen Institutionen emittiert wurden. Konkret will die Notenbank bis mindestens September 2016 monatlich Vermögenswerte für 60 Mrd. Euro erwerben. Das entspricht einem Gesamtvolumen von 1,14 Bio. Euro. Mit diesem zusätzlichen, durch die EZB selbst geschaffenen Geld soll nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung in Europa belebt sowie die Kreditnachfrage und die Investitionstätigkeit gefördert werden. Die EZB will darüber hinaus insbesondere deflationären Entwicklungen vorbeugen und die Inflationsrate wieder näher an die Zielzone von etwa 2 % heranführen.

Fraglicher Erfolg und große Risiken
Ob die Maßnahmen tatsächlich zu den gewünschten nachhaltigen positiven Effekten auf die Wirtschaft führen, ist jedoch fraglich. Die bisher eingesetzten geldpolitischen Instrumente haben noch nicht zu einer erhöhten Kreditnachfrage geführt, obwohl das allgemeine Zinsniveau in der Eurozone bereits Rekordtiefs erreichte. So lagen die Renditen für deutsche Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit zuletzt bei 0,32 % und damit so niedrig wie noch nie. Aber auch die Renditen von Anleihen anderer Gläubiger wie Italien oder Spanien setzten ihre seit Monaten auszumachende Talfahrt fort. Die Maßnahmen der EZB sind unter Fachleuten wegen ihrer nicht absehbaren langfristigen Auswirkungen umstritten. Zu den Kritikern zählt u.a. die Deutsche Bundesbank, die einen nachlassenden Reformeifer in den Krisenländern befürchtet und die Gefahr von Preisverzerrungen und Übertreibungen an den Finanzmärkten sieht.

Aktien- und Anleihekurse haussieren
Erste Auswirkungen der extrem lockeren Geldpolitik der EZB an den Finanzmärkten werden bereits deutlich. Durch die niedrigen Renditen am Anleihemarkt gibt es für Anleger, die höhere Renditen suchen, kaum noch Alternativen zum Aktienmarkt. Entsprechend deutlich fielen dort auch die Reaktionen nach der EZB-Entscheidung aus. Der EURO STOXX 50® kletterte auf ein Niveau wie seit September 2008 nicht mehr, der DAX® markierte sogar neue Allzeithochs. Ebenfalls eine deutliche Reaktion gab es beim Euro, der weiter abwertete. Zwischenzeitlich fiel der Wechselkurs Euro/US-Dollar auf weniger als 1,11 US-Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit September 2003.

ausBlick: Fed bleibt auf Zinswendekurs
Die US-Währung setzt damit ihre massive Aufwertung seit Mitte 2014 fort. Treibende Kraft dahinter ist auch die für 2015 erwartete Zinswende in den USA. Die Annahme wurde von der US-Notenbank (Fed) auf ihrer Sitzung Ende Januar unterfüttert. Sie bekräftigte, bei der Normalisierung der Leitzinsen geduldig vorgehen zu wollen. Gleichzeitig schätzte sie die Lage von Konjunktur und Arbeitsmarkt in den USA positiver ein als zuvor. Trotz einiger zuletzt schwächerer Konjunkturdaten sowie dem nachlassenden Preisdruck wegen der niedrigen Ölpreise hielt sich die Fed damit einen ersten Zinsschritt im Juni offen.

Wiederaufflammen der Eurokrise?
In Griechenland fanden am 25. Januar vorgezogene Neuwahlen statt. Die neue Regierung aus dem Linksbündnis Syriza und der Partei der Unabhängigen Griechen wurde in Rekordzeit gebildet. Zu den wesentlichen Zielen zählen neben der strikten Ablehnung weiterer Sparprogramme auch die Forderung eines reduzierten Schuldendienstes. Da die internationalen Kreditgeber auf die Einhaltung der eingegangenen Verpflichtungen drängen, waren Streitigkeiten vorprogrammiert. Die neue Regierung ging auch direkt auf Konfrontationskurs, indem sie die Privatisierungen stoppte, die im Gegenzug für Finanzhilfen von den Gläubigern gefordert wurden. Weitere Streitigkeiten sind vor dem Hintergrund des anhaltenden griechischen Kapitalbedarfs absehbar, was die Euro- Krise in den kommenden Wochen wieder stärker in den Blick der Anleger rücken könnte.

IWF senkt Wachstumsprognosen
Unterdessen haben sich laut Internationalem Währungsfonds (IWF) die Aussichten für die Weltwirtschaft verschlechtert. Trotz der günstigeren Ölpreise und einer erwarteten stärkeren Expansion in den USA werde die globale Konjunktur in diesem Jahr mit 3,5 % langsamer wachsen als bislang mit 3,8 % erwartet. Ebenfalls vom IWF gekürzt wurden die Erwartungen für Deutschland. Hier wird 2015 ein Plus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,3 % prognostiziert. Diese Prognose deckt sich nicht ganz mit den zuletzt für Deutschland veröffentlichten Wirtschaftsdaten. So gab es positive Signale vom Ifo-Geschäftsklimaindex, der im Januar zum dritten Mal in Folge zulegte. Zuversichtlich äußerte sich auch die Deutsche Bundesbank. Sie sieht Anzeichen für eine rascher als vielfach erwartete Erholung der deutschen Konjunktur. Zur Begründung verwies sie auf das positive Konsumklima, die zuletzt gute Entwicklung von Aufträgen und Produktion in der Industrie sowie einen möglichen spürbaren Wachstumseffekt durch den drastischen Rückgang der Rohölpreise. Letzterer könnte zudem mit der Schwäche des Euro in der Eurozone insgesamt belebende Konjunkturimpulse liefern.

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