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03.02.15, 14:15

Europa-Check: Keine Angst mehr vorm "Grexit"

Angst und Unruhe, wie sie zahlreiche Marktkommentatoren vor der Griechenland-Wahl, besonders in Bezug auf die Währungsunion, verbreitet hatten ("Euro-Schicksalswoche"), haben sich rückblickend als weit überzogen erwiesen.

Europa-Check: Keine Angst mehr vorm "Grexit"

Angst und Unruhe, wie sie zahlreiche Marktkommentatoren vor der Griechenland-Wahl, besonders in Bezug auf die Währungsunion, verbreitet hatten ("Euro-Schicksalswoche"), haben sich rückblickend als weit überzogen erwiesen. Auch in Hinblick auf die europäischen Aktienmärkte wurde befürchtet, dass ein Wahlsieg der Linksradikalen Syriza die Akteure verärgern und somit Verkaufsreaktionen oder gar eine neue Euro-Krise auslösen könnte. Tatsächlich hat der Wechsel auf die neue Links-Rechts-Regierung Folgen gezeitigt, die allerdings lokal begrenzt blieben. Denn weder der Anstieg der griechischen Staatsanleihen, deren Renditen vergangene Woche von 9,5 auf gut 17 Prozent sprangen, noch der Einbruch des griechischen Bankenindex‘, der an einem einzigen Handelstag ein Viertel seines Wertes einbüßte, brachte den Rest des Marktes aus der Fassung.

Die Taktik der EU-Offiziellen scheint darauf hinauszulaufen, sich nicht von den Drohungen des neuen Regierungschefs Alexis Tsipras einschüchtern oder gar erpressen zu lassen. Zudem gehen die Akteure nun viel offener mit einem möglichen "Grexit" um. Allein in Deutschland gibt es hierzu bereits zwei Studien, die sich mit einem Austritt Griechenlands aus dem Euro beschäftigen. Die eine stammt vom Mannheimer Forschungsinstitut ZEW, die andere vom Kölner Institut der deutschen Wirtschaft. Beide kommen zu dem Ergebnis, dass der Schaden, der durch einen radikalen Wechsel der griechischen Wirtschaftspolitik entstehen könnte, vor allem das Land selbst betreffen würde.

Auch die Nachbeben des jüngsten Schweizer-Franken-Debakels sind in der vergangenen Woche spürbar abgeebbt, obgleich Notenbankchef Thomas Jordan nach wie vor dafür getadelt wird, wenig vorausschauend gehandelt zu haben. Dennoch sollte man mit dieser Kritik an ihm eher vorsichtig sein. Denn Jordan hatte bereits vor 20 Jahren in seiner Dissertation über die möglichen Fallstricke einer europäischen Währungsunion spekuliert und schon damals einen Teil der aktuellen Probleme und Risiken in der Eurozone benannt, allen voran die Trennung zwischen Fiskal- und Geldpolitik.

Die jüngsten Verhandlungen Griechenlands mit der EU-Kommission deuten an, dass die Karten gerade neu gemischt werden und nun die Mitgliedsstaaten dort gefordert sind, wo die Wirkung der gerade von der EZB beschlossenen quantitativen Maßnahmen aufhört. Die mögliche Lösung kann daher wohl nur lauten: direkte Finanzierung Griechenlands und/oder ein (Teil)-Schuldenerlass.

Auch unser nächstes Kursziel (3.408) konnte der Euro-Leitindex überwinden, weshalb wir nun bereits die dritte Marke, 3.552 Zähler, ansteuern. Das Risikolimit setzen wir erneut höher, auf nun 3.199 Punkte.

Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit.



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