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12.12.14, 10:15

Markt-Check: Weltwirtschaft verliert an Schwung

Der weltweite Konjunkturmotor läuft nicht rund, es mehren sich die Warnsignale. So ist Japan wieder in eine Rezession zurückgefallen.

Markt-Check: Weltwirtschaft verliert an Schwung

rückBlick: Warnsignale mehren sich
Der weltweite Konjunkturmotor läuft nicht rund, es mehren sich die Warnsignale. So ist Japan wieder in eine Rezession zurückgefallen. Die als "Abenomics" bezeichnete Wirtschaftspolitik der japanischen Regierung hat bislang nicht zu den gewünschten Effekten geführt. Die schuldenfinanzierten Konjunkturprogramme, gepaart mit der extrem lockeren Geldpolitik der japanischen Notenbank, greifen nicht im Kampf gegen Wirtschaftsflaute und Deflation. Nun hat Premierminister Shinzõ Abe für den 14. Dezember Neuwahlen ausgerufen, um sich Rückendeckung für seinen wirtschaftspolitischen Kurs zu sichern. Um die Staatsfinanzen in den Griff zu bekommen, hatte die Regierung in diesem Jahr die Mehrwertsteuer angehoben. Das bremste jedoch die Konjunktur aus. Die Regierung verschob daher jüngst die eigentlich für 2015 geplante weitere Anhebung auf 2017.

Leitzinssenkung in China
Stützende Maßnahmen für die Wirtschaft wurden auch in China ergriffen. Die Zentralbank hat im November überraschend ihre Leitzinsen gesenkt, die seit 2012 stabil gehalten wurden. Nun reagiert sie jedoch auf die Wachstumsrisiken und will mit den Senkungen die Finanzierungskosten für die Wirtschaft reduzieren. Auch wenn sie dies nur als Feinabstimmung und nicht als grundlegende geldpolitische Neuausrichtung bewertet, wurde der Schritt an den Finanzmärkten dennoch mit positiven Reaktionen bedacht. Schließlich könnten die konjunkturstützenden Maßnahmen positive Effekte für die Weltwirtschaft und damit auch für die Eurozone generieren.

Deutschland schrammt knapp an Rezession vorbei
Im gemeinsamen Währungsraum ist die konjunkturelle Entwicklung weiterhin mau. Im dritten Quartal lag das Wirtschaftswachstum in der Eurozone bei 0,2 % im Vergleich zum Vorquartal. Lediglich Griechenland und Spanien verzeichneten ein stärkeres Wachstum (vgl. Grafik oben). Auch Frankreich überraschte mit dem ersten Plus in diesem Jahr und verzeichnete mit 0,3 % den stärksten Anstieg seit dem zweiten Quartal 2013. Diese Entwicklung gilt es nun jedoch zu bestätigen, was aufgrund des schwierigen Umfeldes nicht einfach werden dürfte. Schwach war auch die BIP-Entwicklung in Deutschland. Dort gab es nur ein Miniplus von 0,1 %, allerdings konnte zumindest ein Rückfall in eine Rezession verhindert werden. In einer solchen steckt indes weiterhin Italien.

ausBlick: EZB bekräftigt Handlungsbereitschaft
Die schwache Entwicklung der Wirtschaft bereitet der EZB ebenso Sorgen wie die nach ihrer Ansicht zu niedrige Inflation. Im November lag die jährliche Teuerungsrate laut Vorabschätzung bei 0,3 % und damit unter dem Vormonatsniveau von 0,4 %. Angesichts dieser Gemengelage hatte EZB-Chef Mario Draghi im Vorfeld der EZBSitzung am 4. Dezember mehrmals die Handlungsbereitschaft der EZB bekräftigt. Er ging sogar soweit, zu sagen: „Wir werden tun, was wir müssen, um die Inflation und die Inflationserwartungen so schnell wie möglich anzuheben.“ Es blieb jedoch bei Worten. Die EZB beschloss auf ihrer Sitzung keine weiteren geldpolitischen Schritte, obgleich sie ihre Wachstums- und Inflationsprognosen für die Jahre 2014 bis 2016 deutlich senkte. Stattdessen kündigte sie an, im ersten Quartal 2015 zunächst die Wirksamkeit ihrer aktuellen Maßnahmen überprüfen zu wollen. Draghi betonte jedoch, dass Mitarbeiter der Notenbank bereits mit vorbereitenden Arbeiten betraut worden seien, sollten zusätzliche Lockerungsschritte nötig werden. Damit dürften die Märkte anhaltenden Diskussionsstoff haben, ob und wann die EZB mit dem umstrittenen Kauf von Unternehmens- und Staatsanleihen beginnt.

Ebenfalls im Fokus der Finanzmärkte bleibt die zukünftige Politik der US-Notenbank (Fed). Eine Woche vor Weihnachten trifft sie sich das letzte Mal in diesem Jahr. Dabei wird sie nicht nur über ihre weitere geldpolitische Strategie beraten. Sie nennt außerdem ihre neuesten Projektionen zur Entwicklung von Wirtschaftswachstum, Teuerungsrate und Arbeitslosenquote. Das dürfte weiteren Diskussionsstoff liefern, wann im kommenden Jahr mit der Zinswende zu rechnen ist. An den Märkten wird derzeit davon ausgegangen, dass die Fed Mitte 2015 damit beginnt, die Leitzinsen anzuheben. Allerdings mehrten sich aus den Reihen der Notenbank zuletzt die Stimmen, die sich Sorgen über die niedrige Inflation machen. Die Frage wird daher sein, wie die weitere konjunkturelle Entwicklung in den USA eingeschätzt wird.

Für Deutschland wurden die Wachstumsprognosen für 2014 und 2015 zuletzt mehrfach gesenkt, u. a. auch von den fünf Wirtschaftsweisen. Sie gehen für 2015 nur noch von 1 % Plus aus und sind damit noch pessimistischer als die Regierung (+1,3 %). Zu den Belastungsfaktoren zählen der Russland-Ukraine-Konflikt sowie die schwache Lage im Euroraum. Die deutsche Wirtschaft sei dennoch unverändert robust. Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt die Deutsche Bundesbank. Sie rechnet zwar mit einer schwunglosen Wirtschaftsleistung mindestens bis zum Jahresende. Sie will jedoch nicht ausschließen, dass die deutsche Konjunktur in den nächsten Monaten wieder stärker an Schwung gewinnt. Sie verweist auf die erhebliche Abwertung des Euro und den stark gefallenen Ölpreis. Von beidem könnte allmählich eine belebende Wirkung ausgehen.





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