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Europa-Check: Ölpreise halten EZB auf Trab Für EZB-Chef Mario Draghi gilt die Ölpreisentwicklung, die er eigenen Angaben zufolge "besonders aufmerksam" beobachtet, zu den wichtigsten Orientierungsgrößen für die geldpolitische Ausrichtung der Notenbank. Man kann getrost davon ausgehen, dass er damit nicht den dramatischen Preisanstieg italienischen Olivenöls meint. Bei diesem bahnt sich - durch erhebliche Ernteausfälle aufgrund eines Fruchtfliegenbefalls - eine gravierende Verknappung des Angebots an. Für Olivenbauern und Fans des kaltgepressten Öls sind dies natürlich denkbar schlechte Nachrichten. Für den EU-Warenkorb hingegen nicht, denn dieser könnte inflationäre Entwicklungen gebrauchen. Jedoch kann der Preisanstieg für Olivenöl niemals hoch genug ausfallen, um den Verfall der Rohölnotierungen auszugleichen. Bemerkenswert ist übrigens, wie unterschiedlich die Talfahrt des schwarzen Goldes interpretiert wird. In Übersee hört man beispielsweise von der US-Notenbank viel Gutes zu diesem Thema. Erstaunlicherweise lobten vergangene Woche gleich zwei Fed- Direktoren die positive Wirkung, die das jüngste Fünf-Jahrestief beim Ölpreis auf die US-Wirtschaft ausübe. Dabei verdankt sich der Wirtschaftsaufschwung in den USA doch in Wahrheit zum größten Teil dem so genannten Fracking, dem Erschließen von Schieferöl- und gasvorkommen. Diese aufwändige Methode der Förderung ist im Vergleich zu den herkömmlichen Verfahren ungleich teurer und erfordert aufgrund beträchtlicher Investitionskosten einen hohen Ölpreis. Die laufende Rohöl- Baisse kann also gar nicht im Sinne der vielen neuen Gesellschaften sein, die derzeit in den Vereinigten Staaten fleißig Fracking betreiben. Wie schnell es der Wirtschaft an den Kragen gehen kann, ist sehr gut am Beispiel Russlands zu erkennen. Dort stammen gut 40 Prozent der staatlichen Erträge aus dem Export von Erdöl. Der Preisverfall hat bereits dazu geführt, dass sich Kreditausfallversicherungen auf russische Staatsanleihen erheblich verteuert haben. Dennoch freut man sich auch hierzulande über die verbilligten Energiekosten. Bundesbankpräsident Jens Weidmann bezeichnet sie gar als Mini-Stimulus-Paket, vermutlich weil er wohl insgeheim hofft, dass dadurch Maßnahmen der EZB aufgeschoben werden könnten. Mario Draghi oder EZB-Chef-Ökonom Peter Praet sind indes ganz anderer Meinung: Sie heben den Schaden hervor, der der Eurozone durch solche Preisschocks entstehen könnte. Und tatsächlich zeigte sich der EZB-Chef in der letzten Sitzung des laufenden Jahres in dieser Hinsicht wenig kompromissbereit. Der EURO STOXX 50 kam bereits bis auf 24 Punkte an unser 3.302er Kursziel heran. Zwar kann er es noch erreichen oder sogar noch ein neues Jahreshoch (>3.325) draufsetzen. Jedoch darf er hierfür nicht mehr die wichtige 3.139/44er Unterstützung verletzen. Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit. |
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