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08.12.14, 09:30

DAX-Check: Dissens und drohende Demontage

Die Erwartungen der Marktteilnehmer, die sie an die EZB-Sitzung geknüpft hatten, seien enttäuscht worden, war zum Wochenschluss in einer Finanzzeitung zu lesen. Dies ist insofern erstaunlich, als das Gros der Börsianer doch gar nicht damit gerechnet hatte, dass die Europäische Zentralbank bereits bei ihrer Dezember-Sitzung am vergangenen Donnerstag ein neues Anleihekaufprogramm in Kraft setzen würde.

DAX-Check: Dissens und drohende Demontage

Die Erwartungen der Marktteilnehmer, die sie an die EZB-Sitzung geknüpft hatten, seien enttäuscht worden, war zum Wochenschluss in einer Finanzzeitung zu lesen. Dies ist insofern erstaunlich, als das Gros der Börsianer doch gar nicht damit gerechnet hatte, dass die Europäische Zentralbank bereits bei ihrer Dezember-Sitzung am vergangenen Donnerstag ein neues Anleihekaufprogramm in Kraft setzen würde. Möglicherweise mag sich der eine oder andere Akteur doch insgeheim von EZBPräsident Mario Draghi, wie in der Vergangenheit schon häufiger geschehen, eine Überraschung erhofft haben. Stattdessen war nach der Sitzung des EZB-Rates zumindest bis zur Pressekonferenz alles ganz routinemäßig abgelaufen, was psychologisch gesehen wegen jenes hohen Referenzpunkts mit einer gewissen Enttäuschung gleichzusetzen ist. Vielleicht meldeten sich deshalb ein paar Stunden später ungenannte Quellen aus der EZB zu Wort, um anzudeuten, dass angeblich im Januar ein echtes quantitatives Lockerungsprogramm (QE) in Form von Staatsanleihekäufen verabschiedet werde. Dies beruhigte die Börsianer solange, bis eine weitere Meldung durchsickerte, demzufolge Mario Draghi im Direktorium der EZB für ein derartiges Programm keine Mehrheit mehr habe.

Auch wenn für die Käufe von Staatsanleihen allein die Mehrheit im EZB-Rat entscheidend ist, hat sich seit der Sitzung vom November, bei der noch eitel Harmonie zu herrschen schien, die Stimmung offensichtlich zu Ungunsten Mario Draghis gewandelt. Eine kleine Änderung in der Wortwahl, als er die Erhöhung der Bilanzsumme der Zentralbank kommentierte, förderte einen gehörigen Dissens innerhalb des Gremiums zu Tage. Dies ist umso dramatischer zu bewerten, als die Vorhersagen der Zentralbank hinsichtlich des Wirtschaftswachstums und der Entwicklung der Verbraucherpreise in der Eurozone noch einmal deutlich nach unten revidiert werden mussten. Dennoch bezeichnete Bundesbankpräsident Jens Weidmann in einem Interview die Geldpolitik der EZB zuletzt als zu expansiv für Deutschland! Anders ausgedrückt: In einem ökonomischen Umfeld, das sich gegenüber der vergangenen Sitzung noch einmal verschlechtert hat, hat sich auch noch der Handlungsspielraum Mario Draghis zumindest optisch verringert. Und so darf es auch nicht verwundern, wenn in den kommenden Wochen der eine oder andere Akteur für die Eurozone eine Risikoprämie bei seinen Entscheidungen einpreisen wird. Denn es besteht die Gefahr, dass die Zentralbank womöglich - gerade im Fall einer wieder aufflammenden Krise in der Eurozone - selbst mit einem schlagkräftigen QE-Programm zu spät kommen könnte.

Im Aktienmarkt haben sich derlei Gedanken allerdings noch nicht verfestigt. Vielmehr lassen die Stimmung beim DAX und auch unsere Analysen durchaus einen Test von 10.295/00 (darüber sogar gut 10.500) als realistisch erscheinen. Allerdings darf dabei 9.670/75 an der Unterseite nicht verletzt werden.

Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit.



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