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Brent-Öl - Dramatische Ereignisse im Irak
Der Bürgerkrieg im Irak hat den Preis für ein Barrel Brent Crude Oil in den vergangenen fünf Handelstagen um über 5% ansteigen lassen. Gestern erreichte der Preis ein Zehnmonatshoch bei 115,71 USD/Barrel. Die Terrorgruppe "Islamischer Staat im Irak und in Syrien" (ISIS) hatte bereits am Dienstag nach mehrtägigen Kämpfen die zweitgrößte Stadt des Iraks Mosul in ihre Gewalt gebracht. Nun rücken die radikalen Sunniten in den Süden des Landes vor, in dem der Großteil der irakischen Ölproduktion stattfindet. Bisher brachten die Kampfhandlungen die irakische Ölproduktion nicht maßgeblich unter Druck, da der Norden, in dem die Kämpfe stattfanden, lediglich für eine Ölproduktion von 250.000 Barrels täglich verantwortlich ist. Die Ölbohrtürme dort waren bereits seit März außer Betrieb, schreiben Analysten von SG Research. Die eigentliche Gefahr für die Ölproduktion des Iraks und damit auch für die weltweite Verfügbarkeit von Erdöl lauere im Süden des Landes. Dort werden 2,5-2,6 Millionen Barrels Öl täglich gefördert, eine Menge, die nur schwerlich von dem Ölkartell OPEC aufgefangen werden könnte, sollte sie ausfallen, schreiben die Analysten der Société Générale. Die Ausfallkapazitäten der OPEC liegen Expertenschätzungen zufolge aktuell bei 2,5-3,0 Millionen Barrels/Tag. Sollte der Irak gänzlich ausfallen würden die Ausfallkapazitäten der OPEC auf einen Stand fallen, der vergleichbar mit dem Ölembargo von 1973 wäre. Medienberichten zufolge soll ISIS bereits mehr als ein Achtel des irakischen Staatsterritoriums kontrollieren. Während der irakische Ministerpräsident Nuri Al-Maliki erneut die USA um Hilfe im Kampf gegen die islamistische Terrorgruppe gebeten hat, prüft die Regierung in Ankara die rechtlichen Voraussetzungen für einen Militäreinsatz im Nachbarland, nachdem ISIS 80 türkische Staatsbürger als Geiseln genommen hat. Auch der Iran kündigte an, seine Truppen mobilisieren zu wollen. Die US-Rohöllagerbestände sind der US-Energiebehörde DoE zufolge in der Woche bis zum 6. Juni um 2,596 Millionen Barrel und damit stärker als erwartet gesunken. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Rückgang um 1,95 Millionen Barrel gerechnet. Sie gehen davon aus, dass im Falle eines Totalausfalls der irakischen Ölproduktion die strategischen Lagerbestände der USA, Europas und Chinas angezapft werden müssten. Die irakische Ölproduktion liegt aktuell nur marginal unter einem 35-Jahreshoch, das im Februar erreicht wurde. Der Irak trug nach dem zweiten Golfkrieg maßgeblich zu einer Ausweitung der global verfügbaren Ölmengen bei. In den kommenden zehn Jahren soll das Land 60% des Ölproduktionswachstums innerhalb des Ölkartells OPEC bewerkstelligen. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass, wie aus den oben stehenden Ausführungen deutlich wird, die Entwicklung der Rohölpreise von einer Vielzahl wirtschaftlicher und politischer Faktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten. Es ist jederzeit möglich, dass sich der Markt anders entwickelt als es ein Anleger erwartet und deshalb Verluste eintreten. Auch sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft. Es ist jederzeit möglich, dass sich der Markt anders entwickelt als es ein Anleger erwartet und deshalb Verluste eintreten. Mini Future Long auf Brent Crude Oil Future
Mini Future Long auf Brent Crude Oil Future
Mini Future Short auf Brent Crude Oil Future
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