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Europäische Banken mit Aufholbedarf
Als die sechs größten Banken der USA ihre Quartalszahlen für den Zeitraum von April bis Juni bekannt gaben, wurde der Erfolg der lockeren Geldpolitk ersichtlich. Alle Sechs konnten ihr Ergebnis verbessern und befinden sich weiterhin auf Erholungskurs. Dieses Bild ist so in Europa noch nicht erkennbar, da es bei vielen Banken an Ertragskraft fehlt und die Qualität der Vermögenswerte sich verschlechtert. Hinzu kommt eine Rezession, die viele Länder in der europäischen Union plagt. Doch ohne gesundes Bankensystem könnte es schwierig werden auf Wachstumskurs zu kommen. In den Vereinigten Staaten haben die großen Banken von einem starken Ergebnis ihres Investment Banking profitiert. Dies ist auf den tiefen Leitzins zurückzuführen und die großzügige, geldpolitischen Maßnahmen der FED. Firmen nutzen die Situation, um Aktien und Anleihen zu platzieren. Auch die Erholung der Wirtschaft - und die damit verbundene Verbesserung der Kreditqualität sowie ein Anstieg der Zinsdifferenzgeschäfte - kam den Banken zu Gute. Diszipliniertes Kostenmanagement und Erhöhung der Eigenkapitalquote lies ebenfalls ein gutes Licht auf die US-Banken scheinen, was Anleger positiv stimmte. Auf der anderen Seite des Atlantiks steht die Euro-Zone, bei der die expansive Geldpolitik der EZB noch nicht die gewünschten Effekte zeigt. Zwar wird den Geldhäusern durch den tiefen Leitzins eine günstige Refinanzierung ermöglicht, doch die trübe Wirtschaftslage hinterlässt ihre Spuren und schwächt die Kreditvergabe an die Privatwirtschaft. Auch faule Kredite wurden noch nicht konsequent abgeschrieben, wie dies in den USA gemacht wurde. Der Internationale Währungsfonds schrieb im April in einem Bericht, dass viele Finanzinstitute ihre Bilanz noch stärken müssten. Laut einer Studie der Independent Credit View AG (ICV) benötigt der weltweite Bankensektor 1.028 Milliarden Euro an frischem Kapital, wovon 776 Milliarden Euro alleine in Europa benötigt werden würden. Die Geldschwemme der EZB hat also bisher lediglich Zeit verschafft, aber die Probleme noch nicht entschärft. Die Aussicht in Europa ist aber keinesfalls einheitlich. Es gibt auch Geldhäuser, wie z.B. die Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse, die mittlerweile besser kapitalisiert sind und nicht mehr als Sorgenkind beachtet werden könnten. Nicht zuletzt könnten sie auch von ihrer Herkunft profitieren, denn die Schweiz steht bei Standard&Poors mit ihrem Bankensystem im weltweiten Vergleich an der Spitze. Ähnlich geht es norwegischen und schwedischen Banken, die ebenfalls von einem stabilen Bankensystem profitieren könnten. So wurde das schwedische Finanzinstitut Svenska Handelsbanken AB in einem Bloomberg Ranking zur sichersten Bank Europas gekrönt. Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass zwei Drittel der 100 größten Banken in Europa von einer Herabstufung ihrer Bonität gefährdet seien - so ein Analyst der Rating Agentur S&P. Anleger könnten sich nun fragen, was die Strategie der Federal Reserve Bank von der der Europäischen Zentralbank unterscheidet. Ein möglicher Grund für die Erholung der US-Banken könnte die Zwangskapitalisierung und Abschreibung von faulen Krediten sein, während in Europa die Struktur der meisten Finanzhäuser erst noch bereinigt werden müsste. Möglicherweise liegt dies aber im Interesse der EZB, denn im kommenden Jahr soll die EZB die Aufsicht von ca. 140 Großbanken in den 17 Euro-Ländern übernehmen. Anleger, die von einer Erholung der europäischen Banken und von einer positiven Entwicklung in Europa überzeugt sind, könnten eine Investition in das Open-End Index-Zartifikat auf den Solactive ® European Good Banks Performance-Index in Erwägung ziehen, welches ihnen die Umsetzung ihrer Marktmeinung ermöglicht. Er bildet die Kursentwicklung von den 10 europäischen Banken ab, die die niedrigste 5-Jahres Credit Default Swap Rate aufweisen. Eine ordentliche Anpassung erfolgt halbjährlich, wobei aktuell Svenska Handelsbanken, Nordea Bank, DNB, UBS, HSBC, Skandinaviska Enskilda, Credit Suisse, Deutsche Bank, Swedbank und Danske Bank im Index enthalten sind. Sollte zum vorangehenden Kalendermonat die Credit Default Swap Rate eines Indexmitgliedes um mehr als 15% steigen, so wird dieses Mitglied durch ein Geldmarktinvestment ersetzt. Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung der Banken von einer Vielzahl volkswirtschaftlicher und politischer Faktoren abhängt, wie dies oben stehend deutlich wird. Es besteht also die Möglichkeit, dass sich das Umfeld anders entwickelt als vom Anleger erwartet. Eine solche Fehleinschätzung kann zu Verlusten führen. Darüber hinaus stellen vergangene Wertentwicklungen keinen zuverlässigen Indikator für die Zukunft dar. Index-Zertifikat auf Solactive ® European Good Banks Performance-Index
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