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Microsoft - Ist der Zug abgefahren?
Als Bill Gates im Jahre 1975 gemeinsam mit Paul Allen das Unternehmen Microsoft gründete, konnte er nicht erahnen, dass er eines Tages das größte Softwareunternehmen weltweit leiten würde. Mit über 94'000 Mitarbeitern zählt der Konzern schon seit längerer Zeit als Marktführer von Standardsoftware, was vor allem dem Betriebssystem Windows zu verdanken ist. Weitere Geschäftsbereiche belaufen sich auf Server & Tools, Online Services, Microsoft Business sowie Entertainment & Devices. Nun stellt sich dem IT-Giganten aber eine neue Herausforderung, denn die klassischen Computer mit vorinstalliertem Windows verlieren an Popularität. Letzte Woche wurden die Quartals- und Jahreszahlen von Microsoft veröffentlicht, worauf Investoren enttäuscht reagierten. Dabei konnte im Vergleich zum Vorjahr der Umsatz um knapp 6% auf ca. USD 77,85 Milliarden verbessert werden und der Jahresgewinn stieg sogar um 29% auf USD 21,86 Milliarden. Es könnte nun die Frage aufkommen, weshalb Investoren trotz dieser Kennzahlen enttäuscht reagierten. Die Antwort steckt möglicherweise in den hohen Erwartungen der Analysten, die nicht erfüllt wurden. Besonders das letzte Quartal habe sie enttäuscht. So wurde mit einem Gewinn je Aktie von 75 Cents gerechnet, welcher sich nach Konzernangaben jedoch nur auf 59 Cents beläuft. Laut 'Der Aktionär' habe ein Analyst sogar von der größten Enttäuschung aller Zeiten gesprochen. Doch auch Sorgen um die Zukunft könnten Grund für die Baisse sein. Da viele Laptops und Desktop Computer bereits vor Verkauf mit der Betriebssoftware Windows und dem Programm Office ausgestattet werden, profitiert Microsoft von deren Absatz. Doch nun könnten Smartphones und Tablet PC's zunehmend an Bedeutung gewinnen, da Sie als Substitut für Laptops gesehen werden könnten. Im Zeitalter der Mobilität würde Wert darauf gelegt werden, jederzeit von überall erreichbar zu sein, was Laptops, die im Vergleich viel wiegen und eine kurze Akkulaufzeit haben, in den Schatten stellt. Bestätigt wird dies von Amy Hood, CFO bei Microsoft, die von einem Einbruch der PC-Verkäufe an Private um 20% von April bis Juni sprach. Um den Wandel der Zeit nicht zu verpassen, stellte Konzern-Chef Steve Ballmer letztes Jahr das Tablet Microsoft Surface vor, was zum Hoffnungsträger werden sollte. Mittlerweile entpuppte sich das Gerät, welches Apple und Google Tablets das Wasser reichen sollte, zu einem Flop. 900 Millionen Dollar musste aufgrund mangelnder Nachfrage und den dadurch hohen Lagerbestand abgeschrieben werden. Auch das neueste Betriebssystem, Windows 8, überzeuge die Nutzer nicht. Ballmer sicherte deshalb letzte Woche zu, den Konzern zu reorganisieren, so dass der wichtige Markt der Tablet-PC's und Smartphones intensiver in der Konzernstrategie verankert wird. Ob seine Visionen von revolutionären Veränderungen geprägt sein werden und an jene von Gründer Bill Gates anknüpfen, bleibt noch offen. Einen Vorteil hat Ballmer allerdings: Volle Geschäftskassen. Mit liquiden Mitteln in Höhe von etwa USD 77 Milliarden könnten innovative Unternehmen akquiriert werden, die zur Erschließung neuer Geschäftsfelder beitragen würden. So wurde im März MetricsHub erworben, ein Startup, welches Microsofts Lage in dem wachsenden Markt für Cloud-Computing verbessern soll. Bei einem aktuellen Kurs von 32,01 USD bewerten derzeit 16 Analysten bei Bloomberg die Microsoft-Aktie mit "KAUFEN" und 24 Analysten mit "HALTEN". Drei der Analysten setzt Microsoft auf "VERKAUFEN". Das 12-Monats-Kursziel auf Bloomberg liegt bei 35,21 USD. Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von Microsoft von vielen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft. Darüber hinaus sind internationale Engagements stets vielseitigen Risiken wie Währungsrisiken oder etwa regulatorischen Risiken ausgesetzt, welche kurz- und langfristig zu negativen Effekten führen und sich negativ auf den Aktienkurs und somit auf die sich darauf beziehenden strukturierten Produkte auswirken können. Discount Zertifikat auf Microsoft Corp.
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