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Rohöl WTI klettert auf 14-Monatshoch
Für Rohöl der US-Sorte WTI begann die neue Handelswoche, wie die alte aufgehört hat - mit Gewinnen. WTI-Öl erreichte bei 103,47 US-Dollar ein frisches 14-Monatshoch, während die Nordseesorte Brent leicht vom am Freitag erreichten Dreimonatshoch bei 107,88 US-Dollar je Barrel nachgab. In den Tagen zuvor war die 100-US-Dollar-Marke erstmals seit mehr als einem Jahr überschritten worden. Es sind vor allem Versorgungsängste, die den Aufwärtsdrang der Sorten Brent und WTI bewirken: Nicht die Produktion von Öl ist die Krux, sondern der Transport. So schürt der Machtkampf in Ägypten Sorgen um den eminent wichtigen Transportweg Suez-Kanal, der mit 163 Kilometer Länge eine der wichtigsten Schifffahrtsstraße der Welt und eine der Haupteinnahmequellen Ägyptens ist: Über den Suezkanal werden etwa acht Prozent des Schifffahrtwelthandels abgewickelt. Durch dieses Nadelöhr werden per Schiff und Suez-Med-Pipeline, die parallel zum Kanal verläuft, täglich rund 2,2 Millionen Barrel Öl- bzw. Ölprodukte transportiert. Die Sorgen um den Transportweg Suez-Kanal kommen nicht von ungefähr: Islamistische Splittergruppen in Ägypten haben angekündigt aus dem Untergrund gegen die neuen Machthaber des Landes kämpfen zu wollen. So sind auf der Sinai-Halbinsel, die an den Suez-Kanal grenzt und seit dem Sturz Husni Mubaraks im Februar 2011 als Rückzugsort für militante islamistische Gruppen und kriminelle Banden gilt, vor wenigen Tagen mehrere Polizisten und Soldaten von bewaffneten Kämpfern erschossen worden. Demonstranten stürmten den Regierungssitz in der Provinzhauptstadt al Arisch. Zugleich hat es örtlichen Medienberichten zufolge einen Anschlag auf eine Gas-Pipeline nahe al Arisch gegeben. Die Vorfälle wecken Erinnerungen an die Anfänge des Arabischen Frühlings 2011, als sich vereinzelte Aufstände in Nordafrika zu Rebellionen der Bevölkerungen auswuchsen - und zu einem globalen Anstieg der Ölpreise führten. Zu den geopolitischen Unwägbarkeiten kommen konjunkturelle Entwicklungen hinzu: Rohöl wird mit dem überraschend kräftigen Anziehen der US-Konjunktur weiter stark nachgefragt werden, wodurch die Preise steigen. Analysten hatten eigentlich erwartet, dass die USA im Juni mit 162.000 neuen Stellen fast genauso viele Jobs wie im Vormonat schaffen werden (Mai: 175.000). Nachdem sogar 195.000 neue Stellen gemeldet wurden, mehren sich die Anzeichen für einen kräftigen Konjunkturaufschwung in den USA und damit eine verstärkte Nachfrage nach Öl. Anleger, die vor diesem Hintergrund mit kräftig steigenden Preisen für Rohöl rechnen, sollten jedoch Vorsicht walten lassen: Die Öllager in den USA sind übervoll. Wie die Internationale Energieagentur (IEA) vor wenigen Wochen berechnet hat, sind die US-Öllagerbestände auf den höchsten Stand seit 22 Jahren geklettert. Zugleich erleben die USA einen Produktionsboom bei Schieferöl- und Gas. Für Europa rechnet die IEA zugleich mit dem niedrigsten Ölverbrauch seit Ende der 1980er Jahre. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass die Preisentwicklung von Rohstoffen von einer Vielzahl wirtschaftlicher und politischer Faktoren abhängt, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten. Auch sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen. Index-Zertifikat auf JPMCCI Crude Oil Total Return Index
Long Mini Future auf WTI Light Sweet Crude Oil Future
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