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EUR/JPY - Geht dem Euro die Puste aus?
Es ist kein Geheimnis, dass das Land der aufgehenden Sonne die Notenpresse angeworfen hat. Dieser eingeschlagene Weg soll Japan helfen, die jahrelange Deflation zu bekämpfen. Bislang führte die expansive Geldpolitik aber auch dazu, dass der japanische Yen gegenüber dem Euro massiv an Wert verloren hat. Nun scheint die Eurokrise aufgrund von betrübten Nachrichten aus Portugal, Griechenland und Zypern erneut angefacht zu werden. Der Abwertungstrend des Yen könnte also ein Ende haben. Während man vor einem Jahr für einen Euro ca. 100 Yen bekam, sind es in den letzten Tagen zeitweise schon über 130 Yen. Für Japan hat dies zur Folge, dass die Nachfrage nach inländischen Gütern steigen könnte, da diese nun von ausländischen Marktteilnehmern relativ billiger gesehen werden. Die Abwertung der japanischen Währung könnte dadurch also die Exportwirtschaft weiter ankurbeln, was sich auch in der Leistungsbilanz widerspiegeln würde. Im Inland erhofft man sich zudem die hohe Sparneigung der Japaner durch ein Inflationsziel von 2% zu reduzieren, um so den Konsum anzutreiben. Das Experiment scheint bisher aufzugehen, da die Erwartungen des Wirtschaftswachstums im ersten Quartal sogar übertroffen wurden. Auf der anderen Seite steht die Eurozone mit ihren Sorgenkindern, allen voran Griechenland. Sehnsüchtig wartet das Land auf die nächste Kredittranche, welche nächste Woche erwartet wird. Um die Geldgeber zu überzeugen, sind aber weitere Reformschritte notwendig. Laut dem Wallstreetjournal würde Griechenland es ohne Geldspritze nicht mehr über die nächsten 12 Monate schaffen, was aber eine Forderung des Internationalen Währungsfonds (IWF) sei. Auch Portugal steht im Mittelpunkt, da letzte Woche eine politische Krise in dem kleinen Land auf der Iberischen Halbinsel entstand, die den Euro unter Druck setzte. Die Situation in Zypern ist ebenfalls nicht zu unterschätzen, da sich hier die Wirtschaftslage weiterhin verschlechtert. Es wird nun die altbekannte Frage aufgeworfen: Kann der Euro weiterhin noch so bestehen? Es liegt unter anderem auch an diesem Zweifel, dass die Finanzmärkte empfindlich auf schlechte Nachrichten aus den genannten Krisenländern reagieren und so die Zuflucht in anderen Währungen, wie dem japanischen Yen, zunehmend gesucht werden könnten. Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, sichert zwar zu, den bisherigen Kurs der EZB für längere Zeit beizubehalten, jedoch lösen sich dadurch die Sorgen in den Krisenländern nur bedingt. Der IWF fordert die Zentralbank sogar auf, weitere Maßnahmen zu ergreifen, um die Wirtschaft zu stützen. Dies wäre durch eine noch expansivere Geldpolitik möglich, was den Euro gegenüber dem Yen abwerten könnte. Anleger, die von einer Abwertung des Euros und von einer positiven Entwicklung in Japan überzeugt sind, könnten eine Investition in Produkte auf den EUR/JPY in Erwägung ziehen, welche diese Marktmeinung umsetzen. Es sollte beachtet werden, dass die Entwicklung der Wechselkurse von einer Vielzahl volkswirtschaftlicher und politischer Faktoren abhängt, wie dies oben stehend deutlich wird. Es besteht also die Möglichkeit, dass sich der Wechselkurs anders entwickelt als vom Anleger erwartet und eine solche Fehleinschätzung kann zu Verlusten führen. Darüber hinaus stellen vergangene Wertentwicklungen keinen zuverlässigen Indikator für die Zukunft dar. Short Mini - Futures auf EUR/ JPY
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