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Zucker - Staatliche Interventionen drücken Preise
Die Preise für raffinierten Zucker befinden sich weltweit im Abwärtstrend. An der amerikanischen Warenterminbörse ICE rutschte der Preis alleine in diesem Jahr um 16%. Ein amerikanisches Pfund (= ca. 453 Gramm) kostet noch 16,41 Cents, vor einem Jahr um diese Zeit wurde ein und dieselbe Menge noch bei 22 Cents gehandelt. Saisonal stellen die Monate August und September oft Korrekturmonate für den Zuckerpreis dar, da in dieser Zeit ein großer Teil der Ernte wichtiger Produzentenländer wie Australien, den USA oder Brasilien an den Markt gelangt. Die weltweite Zuckerproduktion wuchs in den vergangenen Jahren weiter an. Auch die USA tragen dazu bei. Das Land produziert eigentlich mehr Zucker, als es benötigt, dennoch werden amerikanische Zuckerrüben- und Zuckerrohrbauern in diesem Jahr wieder Zucker in Rekordmengen produzieren. Das berichtet die amerikanische Landwirtschaftsbehörde USDA. Das läge daran, dass sie ihren Zucker aufgrund staatlicher Subventionen nicht zu Marktpreisen verkaufen müssen. Da die Preise weiter gefallen sind, aber eine noch höhere Ernte erwartet werde, wachse in diesem Jahr die Rechnung für den amerikanischen Steuerzahler aus diesen Subventionen um weitere 38 Millionen USD. Das hat die Iowa State University berechnet. Insgesamt belasten Agrarsubventionen den amerikanischen Haushalt mit 3,5 Milliarden USD - jedes Jahr. Auch in anderen Erdteilen werden wachsende Mengen Zucker produziert. Die Produktion in Pakistan etwa, dem viertgrößten asiatischen Erzeuger, könnte im nächsten Jahr gar um 20 Prozent auf einen neuen Rekordwert steigen. Auch dort animieren staatlich festgelegte Preise für Rohrzucker die Farmer dazu, vermehrt anzupflanzen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Die Ernte könnte von 5 auf 6 Millionen Tonnen wachsen und da Pakistan diese Überproduktion nicht benötigt wird wahrscheinlich genau diese Mehrproduktion von einer Million Tonnen auf den Weltmarkt exportiert werden. Der weltweite Zuckermarkt könnte 2013 den dritten jährlichen Angebotsüberschuss in Folge ausweisen. Aus charttechnischer Sicht ist am Zuckermarkt kein Ende der Korrektur in Sicht, sagt Jochen Stanzl, Rohstoffanalyst bei Godmode-Trader.de. "Es bildet sich ein Doppeltopp aus, dessen Ziel neue Jahrestiefs nahelegt", sagt Stanzl. Er rät, mit dem Einstieg in Zucker weiter abzuwarten. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. Rohstoffpreise hängen, wie die oben stehenden Ausführungen zeigen, von einer Vielzahl wirtschaftlicher und politischer Faktoren ab, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten. Index-Zertifikat auf JPMCCI NYBOT Sugar Total Return Index
Mini Future Short auf Sugar
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