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Palladium - Verkaufswelle noch nicht überstanden?
Über einige Wochen, bis in den Juni 2013 hinein, war der Kurs von Palladium immer weiter an den Widerstand bei 755 US-Dollar herangeklettert. Dort schwenkte das Edelmetall in eine Seitwärtsbewegung ein, in deren Verlauf es den Bullen nach etlichen Versuchen am 10. Juni gelang, den genannten Widerstand zu durchbrechen. Chartanalysten gingen davon aus, dass das mit dem Bruch ausgelöste Kaufsignal zur Fortsetzung des Aufwärtstrends führen würde. Das Jahreshoch vom März 2013 bei 786 US-Dollar rückte in Reichweite, während die Kurse anderer Edelmetalle wie Gold und Silber seit Monaten nur seitwärts liefen. "Palladium erweist sich als stärkstes Edelmetall", titelten bereits die Wirtschaftsressorts großer Tageszeitungen. Doch die Stimmung kippte; in den zwei Wochen nach dem Durchbrechen des Widerstands am 10. Juni ging der Palladium-Preis kontinuierlich nach unten. Erst am 21.6., nach der Fed-Sitzung, kam wieder Abwechslung in das Chartbild - der Kurs kletterte über 670 US-Dollar. Ungeachtet seiner Volatilität ist Palladium das einzige Edelmetall, das die zu Jahresbeginn aufgestellten Erwartungen der Analysten erfüllen kann. Hintergrund ist der Einsatz des silberweißen Metalls im Automobilsektor, der die Nachfrage relativ berechenbar macht. So gehen Marktkenner davon aus, dass die steigende Nachfrage nach Autos in den USA, China, Indien und Brasilien trotz der jüngsten Kursverluste wieder zu anziehenden Preisen führt. Zugleich erwartet der britische Katalysatorhersteller Johnson Matthey für 2013 - insbesondere aufgrund verringerter Reserveverkäufe Russlands - einen Rückgang des globalen Palladiumangebots. Es sei davon auszugehen, dass 2013 weniger als die Hälfte der Volumina des vergangenen Jahres aus russischen Staatsbeständen auf den Markt kommen, argumentieren die Palladium-Einkäufer der britischen Katalysatorschmiede. Dieser Angebotsrückgang könne nicht durch die Minenproduktion in Russland, Südafrika und Simbabwe aufgefangen werden, die 2013 auf stabilem Niveau erwartet wird. Dabei rechnet nicht nur Johnson Matthey mit einem Angebotsdefizit - auch Einschätzungen von Marktkennern aus der Bankenwelt scheinen diesen Befund zu untermauern: Die Palladium-Nachfrage dürfte 2013 das Angebot um mindestens eine halbe Million Unzen übersteigen. Johnson Matthey geht vor diesem Hintergrund von einem Palladium-Preis zum Jahresende 2013 bei 800 US-Dollar je Feinunze aus. Investoren setzen wohl auf eine andauernde konjunkturelle Erholung in den USA und dementsprechend auf ein baldiges Zurückschrauben der weit geöffneten Geldschleusen der Fed - Anleger scheinen bei zyklischen Rohstoffen beherzt zuzugreifen. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass die Entwicklung der Rohstoffpreise von einer Vielzahl wirtschaftlicher und politischer Faktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten. Ferner stellen vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen keinen verlässlichen Indikator für die Zukunft dar. Call Turbo-Optionsschein Open End auf Palladium (Troy Ounce)
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