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Beflügelt der Aufschwung in der US-Häuserbranche die Baustoffindustrie?
Der deutsche Baustoffhersteller HeidelbergCement AG mit Sitz in Heidelberg gehört zu den global führenden Unternehmen in der Baustoffbranche. Mit ca. 2.500 Standorten in über 40 Ländern werden von dem Konzern mehr als 52.200 Mitarbeiter weltweit beschäftigt. Alleine in Deutschland sind rund 4.000 Angestellte für den Konzern tätig. Im dritten Quartal 2012 konnte HeidelbergCement seinen operativen Gewinn deutlich steigern. Zu dieser Ergebnisverbesserung haben unter anderem eine erfolgreich umgesetzte Preiserhöhung sowie Kosteneinsparungen beigetragen. Somit scheint sich die Krisenstrategie des Baustoffkonzerns für das aktuelle Geschäftsjahr bewährt zu haben: Laut der zuletzt veröffentlichten Pressemitteilung des Konzerns stieg das operative Ergebnis im Vergleich zu vorjährigen 562,2 Mio. EUR um 15,5% auf 649 Mio. EUR. Auch die Umsatzerlöse konnten sich um gut 8% auf 3,94 Mrd. EUR im Vergleich zum Vorjahreswert von 3,63 Mrd. EUR verbessern. Der Zement- und Transportbetonabsatz habe von der stetigen Erholung des Immobilienmarktes in den USA profitieren können. Laut der US-Ratingagentur Moody's habe jüngst der Wiederaufbau nach Sturmkatastrophe "Sandy" die Nachfrage bei HeidelbergCement in den USA beflügelt. Aber auch eine anhaltend starke Nachfrage in Asien hat den Umsatzerfolg positiv beeinflusst. Das Absatzwachstum in diesen Konzerngebieten konnte Auftragsrückgänge in einigen europäischen Märkten aufgrund rückläufiger Infrastrukturausgaben ausgleichen. Einer der größten HeidelbergCement-Konkurrenten ist der Baustoffhersteller Holcim Ltd. Die Holcim Ltd. zählt ebenfalls zu den weltweit größten Zementproduzenten mit Hauptsitz in Rapperswil-Jona in der Schweiz. Der Schweizer Konzern ist auf allen Kontinenten in mehr als 70 Ländern tätig. Laut Medienmitteilung zum 3.Quartal 2012 konnte Holcim seinen Zementabsatz in den ersten neun Monaten von 2012 dank der lebhaften Nachfrage in den Schwellenländern deutlich steigern und einen zweistelligen Gewinnzuwachs erwirtschaften. Auch in Indien, auf den Philippinen, in Indonesien, Russland, Thailand, Mexiko und den USA konnte ein deutlich höherer Zementabsatz erzielt werden. Jedoch mache sich auch hier die schwierige Wirtschaftslage in Europa bemerkbar. Die rückläufige Nachfrage in Spanien wirkte sich negativ auf das Ergebnis aus. So wurde in Europa im Vergleich zum Vorjahr fast 30% weniger Gewinn gemacht. Weltweit konnte der Konzern im 3. Quartal des aktuellen Geschäftsjahres einen Umsatz von 5,84 Mio. CHF erwirtschaften, was einem Anstieg von rund 10% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das EBITDA verbesserte sich um 13% von 1,18 Mio. CHF in 2011 auf 1,21 Mio. CHF in 2012. Die makroökonomischen Risiken bleiben für die Baustoffbranche jedoch bedeutsam. "Die Notwendigkeit der Länder, ihre Schulden abzubauen, dürfte das Absatzwachstum in den reifen Märkten auf absehbare Zeit dämpfen.", so der Vorstandsvorsitzende der HeidelbergCement AG Dr. Bernd Scheifele. Darüber hinaus haben Baustoffhersteller mit steigenden Energiekosten zu kämpfen. Laut einer Branchenstudie von Luis Prieto Bartolome, Analyst der Deutschen Bank, habe die US-Baustoffbranche jedoch für dieses Jahr ihr Hoch bereits erreicht. Der Markt werde wohl erst in 2014 wieder zu einem prozentual zweistelligen Zementverbrauch in den USA wachsen. Bei einem aktuellen Kurs von 41,70 EUR bewerten derzeit 19 Analysten bei Bloomberg die HeidelbergCement AG Aktie mit "KAUFEN" und 12 Analysten mit "HALTEN". 7 Analysten setzen HeidelbergCement auf "VERKAUFEN". Das 12-Monats-Kursziel auf Bloomberg liegt bei 47,66 EUR. Die Holcim Ltd. Aktie wird bei einem aktuellen Kurs von 63,50 CHF von 16 Analysten bei Bloomberg mit "KAUFEN" und von 11 Analysten mit "HALTEN" bewertet. 8 Analysten setzen Holcim Ltd. auf "VERKAUFEN". Das 12-Monats-Kursziel auf Bloomberg liegt bei 65,95 HCF. Discount-Zertifikat auf Holcim Ltd.
Bonus Cap-Zertifikat auf HeidelbergCement AG
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