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USA schwimmen in Rohöl
Die Preise von Rohstoffen kamen im Oktober auf breiter Front unter Druck. Ob Agrarrohstoffe, Industrie- und Edelmetalle, überall mussten Werteinbußen hingenommen werden. Auch Rohöl geriet kräftig ins Minus. Schuld an den Preisrückgängen könnte unter anderem die weltweit schleppende konjunkturelle Entwicklung sein, die auf die Stimmung der Anleger drückt: Im Konsens ist derzeit absehbar, dass weltweit weniger konsumiert wird, und so sinkt die Nachfrage nach Rohstoffen und damit deren Preis. Besonders eklatant ist aktuell der Wertverlust von Rohöl: Im europäischen Handel wurden sehr niedrige Werte erreicht. Ebenso in New York sackte das dort gehandelte Rohöl stark ab. Auslöser für den Preisrutsch könnten unter anderem die zunehmenden Sorgen über einen Nachfragerückgang im Nordosten der Vereinigten Staaten, die insgesamt für knapp 22% der globalen Nachfrage sorgen und damit weltweit größter Öl- Verbraucher sind: Hurrikan "Sandy" hatte im bevölkerungsreichen Nordosten der USA in der vergangenen Woche eine zerstörte Infrastruktur hinterlassen, die zu schwerwiegenden Produktionsausfällen, u.a. auch in großen Raffinerien geführt hat. Diese Raffinerien an der US-Ostküste haben ihren Betrieb immer noch nicht wiederaufgenommen, was dazu geführt hat, dass ein Teil der Rohölbestände nicht weiterverarbeitet werden kann. Dies übt seit Tagen Druck auf die Preise von Rohöl aus, deren Vorräte ohnehin derzeit vergleichsweise hoch sind: Der wöchentliche Bestandsbericht zeigte zuletzt, dass in der vergangenen Woche mehr als 370 Millionen Barrel vorrätig waren - größter Bestand seit rund 30 Jahren. Bedingt wurde der Preisverfall beim Rohöl unter anderem auch durch den erstarkten Dollar: Am Tag vor den Präsidentschaftswahlen in den USA sprang der US-Dollar gegenüber sechs Hauptwährungen auf den höchsten Stand seit zwei Monaten. So lag der Eurokurs erstmals seit Anfang September unter der Marke von 1,28 US-Dollar. Üblicherweise sinken die Ölpreise, wenn die amerikanische Währung an Stärke gewinnt, da die in US-Dollar notierten Rohstoffe für Käufer im Ausland teurer und damit weniger nachgefragt werden. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass die Entwicklung der Ölpreise von einer Vielzahl wirtschaftlicher und politischer Faktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten. Es ist jederzeit möglich, dass sich der Markt anders entwickelt als es ein Anleger erwartet und deshalb Verluste eintreten. Index-Zertifikat auf JPMCCI ICE Brent Crude Total Return Index
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