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EADS mit guten Zukunftsaussichten
Die European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) mit Sitz im niederländischen Schipol-Rijk ist der größte Luft- und Raumfahrtkonzern sowie der zweitgrößte Rüstungskonzern in Europa. Der im M-DAX gelistete Konzern besteht aus vier Tochterunternehmen, welche weltweit insgesamt rund 130.000 Mitarbeiter in etwa 48 Ländern beschäftigt. Die wohl bekannteste Tochter des Konzerns, Airbus, ist der größte europäische Flugzeughersteller und der zweitgrößte weltweit. Astrium ist spezialisiert auf zivile und militärische Raumfahrtsysteme. Die Cassidian Division, eine weitere der vier Töchter, spezialisiert sich im Bereich Lenkflugkörper, Verteidigungselektronik und Kommunikationssysteme. Der internationale Markt für zivile und halbstaatliche Hubschrauber wird angeführt von Eurocopter. Im Jahre 2011 erwirtschaftete der EADS-Konzern einen Umsatz von 49,13 Mrd. EUR und einen Gewinn von 1,04 Mrd. EUR. Das Halbjahresergebnis des Konzerns überraschte die Prognosen vieler Analysten. Der Umsatz belief sich auf rund 24,93 Mrd. EUR und ist somit um etwa 13,6% höher als im Vorjahr. Den Gewinn konnte der Luftfahrt- und Rüstungsriese sogar mehr als vervierfachen. Gegenüber rund 100 Mio EUR im ersten Halbjahr 2011 konnte EADS in diesem Halbjahr einen Nettoertrag von rund 593 Mio. EUR ausweisen. Dieser hohe Ertrag stamme jedoch nicht aus Einmaleffekten, sondern aus dem operativen Geschäft dank des Wachstums aller vier Divisionen durch eine gute Auftragslage. Medienberichten zufolge verspüre EADS demnach zurzeit keine weltweite Wirtschaftsabkühlung. Die Auftragsbücher seien gefüllt. Zuletzt habe man die Schätzungen bezüglich der Auslieferungszahlen für dieses Jahr nach oben korrigiert. Statt wie zuvor erwartet 570 Flugzeugen würden nun 10 weitere bis Ende des Jahres geliefert werden. Ingesamt habe EADS laut Analystenmeinungen Aufträge im Wert von rund 541 Mrd. EUR in den Büchern stehen. Hierbei handele es sich zwar um Listenpreisrechnungen, von denen in der Regel hohe Rabatte gewährt würden, der Wert zeige jedoch gute Aussichten für die kommenden Jahrzehnte. Einige Schwierigkeiten gäbe es zurzeit dennoch. Die Erstauslieferung des Langstreckenfliegers A350 werde um drei Monate verschoben und erfolge voraussichtlich erst im zweiten Halbjahr 2014. Dies bereite dem Konzern zusätzliche Kosten in Höhe von rund 124 Mio. EUR. Laut Aussagen des Vorstandschefs Tom Enders würden die Finanzkennzahlen des ersten Halbjahres jedoch die anhaltende Dynamik bestätigen. Die Ziele für 2012 wurden sogar nach oben korrigiert. Man erwarte laut Aussagen der Konzernspitze eine Steigerung des Konzernumsatzes von zehn Prozent. Analysten zufolge könnte EADS zukünftig weiterhin seine solide Stellung im Markt behalten. Das Luftfahrtgeschäft basiere sehr auf Vertrauen und Zuverlässigkeit, weshalb Kunden ungern den Anbieter wechseln würden. Zudem kämen EADS seine global vernetzten Geschäftsbeziehungen, sein globales Servicenetz und die finanziellen und technologischen Ressourcen zu Gute. Für Konkurrenten sei der Markteintritt daher sehr schwierig. EADS könne seine Position demnach gut halten. Des Weiteren könnte EADS vom derzeit schwachen Euro profitieren. Gut 90% der Wertschöpfung fänden im Euroraum statt, dagegen wird am Flugzeugmarkt grundsätzlich in USD abgerechnet. Das diesjährige Ergebnis könnte davon positiv beeinflusst werden. Anleger sollten beachten, dass die Umsatzzahlen von EADS von vielen Einflussfaktoren abhängig sind, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Darüber hinaus ist zu beachten, dass EADS aufgrund der Fakturierung der Flugzeuggeschäfte in USD erheblichen Wechselkursschwankungen ausgesetzt sein kann. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen kein Indikator für die Zukunft. Darüber hinaus sind internationale Engagements stets regulatorischen Risiken ausgesetzt, welche kurz- und langfristig zu negativen Effekten führen könnten und sich negativ auf den Aktienkurs auswirken könnten. Bei einem aktuellen Kurs von 29,62 EUR bewerten derzeit 24 Analysten bei Bloomberg die EADS-Aktie mit "KAUFEN" und 7 Analysten mit "HALTEN". Ein Analyst setzt die EADS-Aktie auf "VERKAUFEN". Das 12-Monats-Kursziel auf Bloomberg liegt bei 35,48 EUR. Discount-Zertifikat auf EADS
Call-Optionsschein auf EADS
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