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SAP überrascht mit starken Zahlen
Die SAP AG ist der größte Softwarehersteller Europas und der viertgrößte weltweit. Das Unternehmen mit Sitz im baden-württembergischen Walldorf beschäftigt insgesamt rund 60.000 Mitarbeiter und ist auf Software zur Abwicklung sämtlicher Geschäftsprozesse entlang der Wertschöpfungskette von Unternehmen spezialisiert. Im Jahre 2011 generierte der Softwareriese, der im deutschen Leitindex DAX notiert, einen Umsatz von 14,23 Mrd. EUR und einen Gewinn von 3,44 Mrd. EUR. SAP sorgte bei den Analysten letzte Woche für eine Überraschung. Der Softwarehersteller schaffte es nicht nur, die Konsenserwartungen zu erreichen, sondern übertraf diese noch. Die Finanzkennzahlen zeigen eine Steigerung des Umsatzes von 3,3 Mrd. um 14,8 % auf 3,79 Mrd. EUR im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Nettoertrag belief sich auf 830,33 Mio. EUR und war damit um rund 41% höher als der Gewinn im zweiten Quartal 2011. Zunächst gab die Aktie noch um 3% nach, nachdem u.a. Analysten von JP Morgan und Warburg Research davon ausgingen, das Softwareunternehmen könnte die Erwartungen für das zweite Quartal nicht erfüllen. Diese Meinung wurde vermutlich verstärkt vom schlechten Branchensentiment und den Kursrückgängen internationaler Wettbewerber. Aber SAP trotzte der schlechten Branchenbilanz und zeigte sich von der weltweiten Krisenstimmung unbeeindruckt. Die Umsatzaussichten stünden für SAP laut Meinung eines Analysten von Bernstein Research zurzeit gut. Der US-amerikansiche Wettbewerber Oracle habe es schwer, der SAP-Datenbanktechnologie HANA mit dem Produkt Exalytics Konkurrenz zu machen. Dafür sei die Technik von SAP überlegen und sowohl die Kundenbindung als auch die Kosten der SAP-Kunden, zu einer anderen Technologie zu wechseln, zu hoch. Wie viele andere deutsche Unternehmen sieht der Softwarehersteller aus Walldorf seine Chancen in den weltweiten Wachstumsmärkten. So habe man laut eigenen Angaben des Unternehmens vor, bis 2015 bis zu 2 Mrd. USD in China zu investieren. Auch in den USA sehe man Zukunftschancen. Wie Ende Mai dieses Jahres bekannt wurde, baue SAP sein Angebot für sogenannte Cloud-Dienste weiter aus. Hierzu übernahm das Unternehmen die US-Firma Ariba, welche die weltweit größte Handelsplattform betreibt, deren Dienste entsprechend dem Konzept des Cloud-Computing ausschließlich über das Internet angeboten werden. Anleger sollten beachten, dass die Umsatzzahlen von SAP von vielen Einflussfaktoren abhängig sind. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen kein Indikator für die Zukunft. Darüber hinaus sind internationale Engagements stets politischen Risiken ausgesetzt, welche kurz- und langfristig zu negativen Effekten führen können. Bei einem aktuellen Kurs von 49,03 EUR bewerten derzeit 25 Analysten bei Bloomberg die SAP-Aktie mit "KAUFEN" und 16 Analysten mit "HALTEN". 3 Analysten setzen SAP auf "VERKAUFEN". Das 12-Monats-Kursziel auf Bloomberg liegt bei 53,60 EUR. Aktienanleihe auf SAP AG
Discount-Zertifikat auf SAP AG
Bonus-Cap-Zertifikat auf SAP AG
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