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Fresenius sieht weltweite Wachstumschancen
Die Fresenius SE & Co KGaA ist ein weltweit tätiger Gesundheitskonzern, der auf dem Gebiet der Produkte und Dienstleistungen für die Dialyse, die ambulante medizinische Versorgung von Patienten und den privaten Betrieb von Krankenhäusern tätig ist. Das Unternehmen mit Sitz im hessischen Bad Homburg beschäftigt weltweit rund 140.000 Mitarbeiter und zählt unter anderem Fresenius Medical Care, Fresenius Kabi und Fresenius Helios zu seinen bedeutsamen Tochterunternehmen. Im Jahre 2011 hat der Konzern Fresenius SE & Co. KGaA insgesamt einen Umsatz von 16,5 Mrd. und ein Ergebnis von 3,24 Mrd. EUR erwirtschaftet. In 2012 könnte der Erlös laut Bloomberg-Schätzungen um etwa 15% auf 19,1 Mrd. EUR steigen. Die bei Bloomberg registrierten Analysten prognostizieren ebenfalls einen Anstieg des EBITDA um rund 16% auf 3,75 Mrd. EUR. Gegenüber dem Vorjahresquartal konnte Fresenius ferner im 1. Quartal 2012 eine Steigerung des Erlöses um 11,5% und des EBITDA um 13,7% erreichen. Die Fresenius-Tochter Kabi, welche zum Konzerngewinn 2011 zu einem beachtlichen Teil von 45% beigetragen hat, profitiert zurzeit besonders in den USA vom Absatz von generisch intravenösen Arzneimitteln, unter anderem des Narkosemittels Propofol. Medienberichten zufolge leiden die amerikanischen Kontrahenten nämlich unter Lieferengpässen, die voraussichtlich bis ins dritte Quartal 2012 reichen. Laut Unternehmensangaben erfülle Kabis Geschäftsmodell im Bereich der klinischen Ernährung und der Infusionstherapie internationale Anforderungen. Ihre Tätigkeit im Geschäft mit Generika habe zudem ebenfalls gute Zukunftsaussichten: In den USA wachse der Markt für die qualitativ hochwertigen, aber dennoch preisgünstigen Arzneimittel. Fresenius Kabi komme weiterhin zu Gute, dass in den nächsten Jahren viele Patente für umsatzstarke Arzneimittel ablaufen würden, was die eigenen Umsatzchancen in diesem Bereich somit erhöhe. Insgesamt könnte der Fresenius-Konzern in Zukunft von höheren Gesundheitsausgaben in den Schwellenländern profitieren, sowie dem Eintritt in das Ernährungsgeschäft in den USA und ins Nicht-Ernährungsgeschäft in Asien. Die zunehmende Marktkonsolidierung stelle das Unternehmen zudem weiterhin auf eine breite Basis. Betrachtet man den Kursverlauf im Vergleich zum DAX30 Index, so stellt man fest, dass Fresenius in den letzten fünf Jahren eine deutliche Outperformance gegenüber dem Gesamtmarkt generierte. Wie in den vergangenen Tagen des Öfteren in Medien berichtet wurde, befand sich Fresenius in Verhandlungen mit dem Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum AG zu dessen Übernahme. Bis zuletzt war jedoch unklar, ob die Übernahme erfolgreich sein wird. Mehrere Investoren haben in den vergangenen Wochen versucht, Anteile zu erwerben, um entweder den Aufkauf durch Fresenius zu verhindern oder eine Steigerung des Preises zu erzwingen. Freitag Abend wurde seitens Fresenius kommuniziert, dass nur 84,3% der Aktien angedient wurden. 90% plus 1 Aktie hätte Fresenius für eine erfolgreiche Übernahme benötigt. Somit ist dieser Übernahmeversuch erstmal gescheitert. Es bleibt abzuwarten, welche Strategien sich die beteiligten Aktuere einfallen lassen. Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von Fresenius von vielen Einflussfaktoren abhängig ist. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen kein Indikator für die Zukunft. Der Markteintritt neuer Arzneimittel und patentgeschützter Medikamente kann sich negativ auf den Umsatz auswirken und würde somit auch einen weiteren Anstieg des Aktienkurses verhindern. Zusätzlich muss beachtet werden, dass eine mögliche erfolgreiche Übernahme der Rhön-Klinikum AG sich zwar positiv auf Umsatz- und Gewinnaussichten auswirken könnte, allerdings stiege durch den Kauf des Unternehmens der Verschuldungsgrad von Fresenius, was sich negativ auf das Bonitätsrating auswirken kann. Bei einem aktuellen Kurs von 81,00 EUR bewerten derzeit 19 Analysten bei Bloomberg die Fresenius-Aktie mit "KAUFEN" und 8 Analysten mit "HALTEN". 2 Analysten setzen Fresenius auf "VERKAUFEN". Das 12-Monats-Kursziel auf Bloomberg liegt bei 88,26 EUR. Discount-Zertifikat auf Fresenius SE & Co. KGaA
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