Die Kapitalmärkte in dieser Woche
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Nachdem der deutsche Aktienmarkt über einige Wochen hinweg unter hohen Schwankungen seitwärts tendierte, musste er am Montag einen neuerlichen Kursrutsch bis weit unter die vorherigen Tiefs hinnehmen. In der Spitze fiel der DAX unter 5 200 Indexpunkte, so tief wie seit dem Sommer 2009 nicht mehr. Auslöser waren weit unter den Erwartungen gebliebene Zahlen vom amerikanischen Arbeitsmarkt. Sie schürten die sich zuletzt ohnehin schon immer mehr verstärkendenÄngste vor einem Rückfall der US Wirtschaft in die Rezession. Aber auch in anderen Regionen trüben sich die Konjunkturperspektiven ein. So mussten unter anderem die Prognosen für China – in den vergangenen Jahren für einen erheblichen Teil des Weltwirtschaftswachstums verantwortlich – gesenkt werden. |
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Werner Bader, LBBW |
Das andere beherrschende Thema an den Börsen ist die Euro-Schuldenkrise. Nach wie vor ist keine Entspannung in Sicht. Im Gegenteil, die Unsicherheiten und die Nervosität nehmen von Woche zu Woche eher noch zu. Und so setzt sich die Flucht aus allen risikobehafteten Anlageklassen hinein in die sogenannten sicheren Häfen wie Bundesanleihen oder Gold ungebremst fort. Vor allem Bankaktien wurden massenweise aus den Depots gekehrt, zumal die Kreditinstitute jetzt auch noch mit Schadensersatzklagen in Milliardenhöhe belastet sind. Der Aktienkurs der Deutschen Bank hat sich seit ihrem Jahreshöchststand im Frühjahr inzwischen halbiert, derjenige der Commerzbank sogar gedrittelt. Auch in den kommenden Wochen werden die Märkte kaum zur Ruhe kommen, die Schwankungen hoch bleiben. Je nach aktueller Nachrichtenlage wird es auf oder ab gehen, eine nachhaltige Tendenz sich wohl vorerst nicht verfestigen. Eine Positionierung an der Seitenlinie und eine abwartende Haltung scheint daher vorerst durchaus Sinn zu machen.
Quelle: Werner Bader, Leiter LBBW Retail Research
Stand: 09.09.2011
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