Die Kapitalmärkte in dieser Woche
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Die Stimmung an den Aktienmärkten war den ganzen Januar über relativ entspannt. Der DAX legte seit Jahresanfang beinahe börsentäglich zu und hat inzwischen den höchsten Stand seit August des letzten Jahres erreicht. Neben verschiedenen konjunktursensitiven zyklischen Titeln beispielsweise aus der Automobil- und Stahlbranche, die im letzten Jahr mächtig unter die Räder gekommen waren und nun über Aufholpotenzial verfügten, galt das Interesse erstmals nach langer Zeit auch wieder Finanzaktien. Verantwortlich für die positive Entwicklung ist in erster Linie etwas mehr Zuversicht unter den Börsianern hinsichtlich der europäischen Schuldenkrise. Sowohl Italien als auch Spanien ist es in den vergangenen Wochen problemlos gelungen, sich frisches Kapital zu annehmbaren Konditionen zu borgen.
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Werner Bader, LBBW |
Dass Griechenland nach wie vor um die Details für den avisierten Schuldenschnitt hart ringt und eine Lösung Tag für Tag hinaus geschoben wird und dass die Renditen für portugiesische Anleihen auf den höchsten Stand seit der Euro-Einführung gestiegen sind, zeigt jedoch, dass die Lage nach wie vor fragil ist. Einen fühlbaren Anteil an der stetigen Aufwärtsbewegung haben mit Sicherheit auch markttechnische Aspekte. Bereits investierte Anleger liegen seit Jahresanfang komfortabel im Plus und haben damit einen ansehnlichen Risikopuffer aufgebaut. Kleinere Rückschläge oder technische Korrekturen können gut verkraftet werden, Verkaufsdruck entsteht vorerst keiner. In den ersten Januarwochen zu zögerliche institutionelle Anleger geraten dagegen immer mehr unter Anlagedruck und müssen nach und nach auf den fahrenden Zug aufspringen. Dies ergibt momentan eine günstige Angebots-Nachfrage-Relation und sollte der Börse auch in den kommenden Wochen Unterstützung verleihen.
Quelle: Werner Bader, Leiter LBBW Retail Research
Stand: 01.04.2011
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