Die Kapitalmärkte in dieser Woche
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Das Marktgeschehen an den Aktienmärkten war in den ersten Julitagen zunächst von der Euro-Schuldenkrise geprägt. Während die lange Zeit auf der Kippe stehende Zustimmung des griechischen Parlaments zu den Sparplänen der Regierung und die damit verbundene möglich gewordene Auszahlung der nächsten Hilfstranche für Rückenwind sorgte und dem DAX einige freundliche Tage bescherte, heizte die kräftige Herunterstufung der Bonität Portugals durch die amerikanische Rating-Agentur Moody’s die Verunsicherung und Nervosität erneut an. Zwar brach der Markt wie schon so oft bei vergleichbaren Anlässen nicht ein, ein Überschreiten des wieder in die Nähe gerückten Jahreshochs bei 7 600 Index-Punkten war damit aber vorerst vom Tisch. |
Werner Bader, LBBW |
Am Donnerstag blickten die Börsianer mit Spannung auf die Sitzung der europäischen Zentralbank EZB. Überraschungen gab es dabei aber nicht. Die Erhöhung der Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte war von den Zentralbankern im Vorfeld bereits ziemlich klar signalisiert worden. Und da sie auch weiterhin Aufwärtsrisiken bei ihrer Inflationseinschätzung sehen, dürfte diese Zinserhöhung nicht die letzte im laufenden Jahr gewesen sein. Den grundsätzlichen Trend bei der Entwicklung der Wirtschaft im Euroraum beurteilt die EZB weiterhin aufwärts gerichtet, rechnet aber nach dem kräftigen Wachstum im ersten Quartal mit einer nachlassenden Dynamik. Ein Szenario, das die Aktienmärkte längst einpreisen. Nach den deutlichen Kursgewinnen im vergangenen Jahr verläuft die Entwicklung dieses Jahr wesentlich zäher. Daran dürfte sich vorerst auch wenig ändern, zumal sich die Aktionäre über die Sommermonate hinweg in der Vergangenheit ohnehin oftmals in Bescheidenheit üben mussten.
Quelle: Werner Bader, Leiter LBBW Retail Research
Stand: 01.04.2011
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