Die Kapitalmärkte in dieser Woche
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An den Aktienmärkten herrscht seit Anfang des Jahres Aufbruchstimmung. Der Jahreswechsel wirkte wie eine losgelöste Bremse. Und nach und nach springen immer mehr Anleger auf den fahrenden Zug auf und geben der Aufwärtsbewegung ständig neue Nahrung. Oder müssen aufspringen. Unterinvestierte institutionelle Investoren können nicht tatenlos zusehen, wie ihnen tagtäglich Rendite entgeht. Die fundamentale Rechtfertigung für die steigenden Kurse kommt in erster Linie aus dem Umfeld der Euro-Schuldenkrise. Dank der von der EZB verteilten Liquidität gelingt es sowohl Italien als auch Spanien, am Kapitalmarkt zu annehmbaren Konditionen Mittel aufzunehmen. Das Schreckensszenario, dass eines der großen Euro-Länder sich nicht mehr selbst helfen kann, ist damit im Moment unwahrscheinlicher geworden. Die derzeit laufende Berichterstattung der Unternehmen zum vierten Quartal und zum Gesamtjahr liefert dagegen keine wesentlichen Impulse.
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Werner Bader, LBBW |
Positiven Ergebnissen wie vom Softwarehersteller SAP stehen immer wieder Enttäuschungen wie von Siemens oder der Deutschen Bank als prominenteste Vertreter entgegen. Eine signifikante Tendenz ist bislang nicht erkennbar, Kursimpulse nur in Einzelfällen spürbar. Und die Ausblicke klingen auch nicht gerade nach überbordender Zuversicht. In der Vergangenheit folgte auf einem freundlichen Januar oft auch ein freundlicher Februar und März. Die Börsenweisheit „the trend is your friend“ ist für viele ein beliebter Ratgeber. So könnte den Aktienbörsen in den kommenden Wochen und Monaten – auch im Hinblick auf fehlende attraktive Anlagealternativen - weitere Liquidität zufließen. Vor diesem Hintergrund erscheint die vor kurzem selbst mit einem guten Fernglas nur zu erahnende Marke von 7 000 DAX-Punkten plötzlich in greifbarer Nähe.
Quelle: Werner Bader, Leiter LBBW Retail Research
Stand: 03.02.2012
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