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EZB sorgt für Hausse bei italienischen Staatsanleihen
Vergangene Woche kündigte EZB-Präsident Mario Draghi einen bedeutenden Kurswechsel an. Die EZB sei bereit, am Sekundärmarkt Staatsanleihen von Ländern der Eurozone zu kaufen, die Schwierigkeiten haben, über die Anleihemärkte an neues Geld zu kommen. Voraussetzung dafür ist, dass die Länder um Unterstützung durch die Europäische Finanzierungsstabilisierungsfazilität (EFSF) oder den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) bitten und in einer Absichtserklärung Auflagen hinsichtlich ihrer Haushalts- und Wirtschaftspolitik akzeptieren. Die Interventionen werden so dosiert werden, dass die gewünschte Wirkung eintritt, und könnte sogar unbegrenzt sein. Die EZB wird sich auf kürzerlaufende Anleihen konzentrieren. Laut Ansicht der Analysten von Vontobel stehen Spanien und Italien ganz oben in der Liste der Kandidaten für Hilfen unter diesem neuen Rahmen. Diese beiden Länder verzeichnen seit Ende 2010 einen klaren Trend hin zu höheren Zinsen, die sie an den Anleihemärkten zahlen müssen. Ende Juli waren diese Zinsen mit 7,5% bzw. 6,5% auf einem nicht mehr tragbaren Niveau. Grund für diese Untragbarkeit ist vor allem das schwache nominale Wirtschaftswachstums in diesen Ländern. Beide Länder müssen daher entscheiden, ob sie um EFSF-Hilfe bitten, um die Bedingungen für ein Eingreifen der EZB zu erfüllen. Es gibt keine wirkliche Alternative dazu, sie müssen "die bittere Pille schlucken", andernfalls würden die Zinsen noch höher steigen. Laut Vontobel Analysten ist es daher wahrscheinlich, dass zuerst Spanien und später auch Italien EFSF-/ESM-Hilfen beantragen und von Interventionen der EZB profitieren werden, vor allem bei Papieren mit kurzen Laufzeiten. Aber auch bei Anleihen mit längeren Laufzeiten könnten sich voraussichtlich positive Auswirkungen zeigen. Marktteilnehmer könnten an der Stelle verstärktes Interesse für italienische Anleihen zeigen. Italien hat schon mehr Fortschritte hin zu einem ausgeglichenen Haushalt gemacht und verfügt im Vergleich zu Spanien über weniger Auslandsschulden. Zudem hatte Italien keine Immobilienblase und weniger Probleme im Bankensektor. Anleger könnten darin ein attraktives Chance-/Risiko Verhältnis sehen, und ein besonderes Augenmerk auf den sehr liquiden Future 10-jähriger italienischer Staatsanleihen (BTP Future) werfen. Während die Rettungsaktion der EZB jüngst dazu führte, dass der BUND-Future nachgab, konnte der BTP-Future in seinen volatilen Seitwärtstrend zwischen 97,00 und 102,00 Indexpunkten zurückkehren. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass, wie aus diesen Ausführungen deutlich wird, die Entwicklung von Zinsen und Anleihenpreisen von einer Vielzahl wirtschaftlicher und politischer Faktoren abhängt, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten. Gerade im hier angesprochenen Umfeld können selbst politisch getroffene Aussagen signifikante Kursbewegungen und Marktverwerfungen zur Folge haben. Mini Future Long auf den Long-Term Euro BTP Future
Mini Future Long auf den Long-Term Euro BTP Future
Mini Future Short auf den BUND Future
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