Außerdem in DZB premium 1109 (nur für Abonnenten):
* Titelgeschichte: Hochsaison für Edelmetalle
* DZB Marktmonitor - Aktuelle Produktkonditionen
* Markt und Trends: Commerzbank startet auf Platz 3
* Marktideen: Aixtron, Hannover Rück, BASF
* Zertifikate Quick-Checks:
1: HCI Frachtraten Protect 6 (BC0AWE)
2: MS BRIC Performance Express (MS8FGG)
3: SG Memory Express VI (SG1BQJ)
* Zeichnungskalender: Express wird zum Tummelplatz für Neuerungen
* Watchlist: Konjunkturgewinner Schiff / Rohstoffe mit weniger Öl
* Hot Spot: Short Dax – (Zerr-)Spiegel des Dax
DZB premium jetzt kostenlos testen!
Trotz täglicher Dax-Spiegelung kommt es beim Short Dax oft zu
deutlichen Abweichungen – Nicht immer zu Gunsten der Anleger
Weil der September und in Ansätzen auch der Oktober als potenzielle Crashmonate an den Aktienmärkten gelten, suchen viele Kunden nach Möglichkeiten, sich gegen kurzfristige Kursrückgänge abzusichern oder sogar gezielt davon zu profitieren. Produkte auf den Short Dax werden dabei als probates und intelligentes Mittel angesehen. Schließlich spiegelt dieser Bären-Index die Kursveränderungen des Dax jeden Tag mit entgegengesetzten Vorzeichen wider. Ein Dax- Minus von zwei Prozent führt beim Short Dax demnach zu einem zweiprozentigen Anstieg und umgekehrt. Hinzu kommt eine tägliche Gutschrift in Höhe des doppelten Zinssatzes für Tagesgeld (Eonia). Der liegt zwar aktuell nur bei gut 0,3 Prozent pro Jahr, war in den letzten Monaten aber schon deutlich höher. Bei längerer Haltedauer scheint damit sogar eine positive Abweichung des Spiegelbildes
zu Gunsten des Kunden gesichert.
In der Praxis sieht das aber zum Teil ganz anders aus, wie ein Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate offenbart. Dabei fällt zuerst einmal auf, dass sich der Short Dax sowohl während des Dax-Abschwungs auf unter 3700 Punkte (Dax minus 42 Prozent, Short Dax aber plus 56 Prozent) als auch bei der anschließenden Kursrally (Dax plus 49 Prozent, Short Dax nur minus 35 Prozent) vergleichsweise gut geschlagen hat. Beide Phasen zusammen betrachtet (also die ganzen letzten zwölf Monate), schneidet der Short-Index mit einem Plus von lediglich einem Prozent aber trotzdem deutlich schlechter ab, als das gleichzeitige Dax-Minus von 14 Prozent vermuten ließe. Erklären lässt sich die auf den ersten Blick unlogische Entwicklung anhand eines einfachen Rechenbeispiels: Anleger, die vor gut einem Jahr 10.000 Euro in ein Indexzertifikat oder einen ETF auf den Short Dax investiert haben, hätten ihr Kapital bis Anfang März um besagte 56 Prozent auf rund 15.600 Euro vermehrt. Im Anschluss ging es mit dem Index dann wie beschrieben um 35 Prozent nach unten. Dieses prozentuale Minus bezog sich allerdings nicht mehr nur auf die Anfangssumme, sondern auch auf die zuvor erzielten Gewinne. Dadurch gingen nicht nur 3.500 sondern eben knapp 5.500 Euro verloren, so dass insgesamt nur ein minimales Plus übrig blieb. Hier hat letztendlich also der Basiseffekt zugeschlagen.
Wichtig deshalb für Berater: Seine wahre Stärke spielt der Short Dax nur in echten Trendphasen aus. Damit sind die entsprechenden Produkte auf diesen Index auch eher für kurzfristige Engagements als für langfristige Haltepositionen geeignet. DZB
Sie wollen mehr lesen? Dann registrieren Sie sich jetzt für ein kostenloses Probe-Abo - völlig unverbindlich!
DZB premium jetzt kostenlos testen!
Die Hot Spots aus DZB premium 1109 hier kostenlos als Leseprobe runterladen