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Rohstoffsektor erhält weiteren Zulauf von Lösungsansätzen fürdas Rollproblem in Contango-Märkten – Fonds und ETFs im Fokus
Das Angebot an Indexkonzepten mit Strategien zur Optimierung der regelmäßigen Rollvorgänge nimmt kontinuierlich zu. Sehr aktiv ist derzeit vor allem die Deutsche Bank, die jetzt über ihren ETF-Arm db xtrackers mehrere Booster für bekannte Rohstoff-Indizes auflegt. Die Booster- Strategie zielt darauf ab, bei den Anpassungsterminen immer in den Kontrakt zu wechseln, der eine optimale implizite Rollrendite ermöglicht, um so die Verluste von Contango- Rohstoffen zu minimieren und die bei Backwardation- Konstellation zu maximieren. Die grundsätzliche Zusammenstellung der abgebildeten Rohstoff-Klassen bleibt dabei erhalten. Neben dem bereits seit längerem angebotenen (und noch nicht als Booster titulierten) ETF auf den hauseigenen DB Liquid Commodity Index (14 Rohstoffe) wird die Rolloptimierungsstrategie bei zwei jüngeren Produkten nun auch für den DJ-UBS CI und den S&P GSCI Light Energy über ETFs abgebildet. Die freien Mittel werden in US-Schatzwechsel investiert und es erfolgt jeweils auf monatlicher Basis eine Absicherung gegen Währungsverluste des US-Dollar.
Nicht wirklich neu, aber bislang nur sehr eingeschränkt öffentllich wahrgenommen ist aber auch ein anderer Strategie-Fonds, der in den vergangenen Monaten bemerkenswerte Erfolge verzeichnen konnte. Anbieter ist die LBBW Asset Management, die auf Basis eines LBBW-eigenen Indexkonzepts für Rohstoffe einen „Backwardation-Fonds“ mit Retail- und Institutioneller Tranche anbietet. Der dem Fonds zugrundeliegende LBBW Top ./ ERIndex verfolgt eine eigene Auswahlstrategie, die sich deutlich von den zahlreichen anderen Indexkonzepten unterscheidet.
Benchmark des Index ist ebenfalls der DJ UBS CI wobei die LBBW anders als die Booster nicht die komplette Warenpalette des Index abbilden, sondern immer nur die „Top 34“ der insgesamt 3[ in dem DJ-UBS-Index enthaltenen Rohstoffe. Auswahlkriterium ist auch hier die Terminmarktkonstellation, wobei – logisch – die zehn Waren berücksichtigt werden, die zum Anpassungszeitpunkt die besten Rollrenditen erwarten lassen. Außerdem erfolgt die Einbeziehung der Rohstoffe nicht nach der Gewichtungsvorgabe des Basisindex sondern über eine Gleichgewichtung jedes Rohstoffs mit jeweils 34 Prozent, wobei aber für jeden Sektor Ober- und Untergrenzen festgesetzt sind, sodass ungeachtet der Future-Kurven immer alle Warenbereiche abgedeckt bleiben. Freie Mittel werden im Fonds in kurzlaufende Euro-Anleihen investiert, sodass der Fonds quasi die TR-Variante des nur als Excess-Return (ER) berechneten Index darstellt.
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